Vor Rückspiel gegen Real
Gelb-Alarm bei Bayern – Kompany fordert Regeländerung
14.04.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 3 Min.

Gleich vier Bayern-Stars gehen mit einem großen Handicap ins Rückspiel gegen Real Madrid. Beim Gegner sind sogar fünf Spieler davon betroffen.
Beim Viertelfinal-Hinspiel der Champions League, das der FC Bayern in der spanischen Hauptstadt mit 2:1 gewann, hatte noch vor allem Real Madrid mit einer drohenden Gefahr zu kämpfen. Mit Kylian Mbappé, Vinícius Júnior, Jude Bellingham, Aurélien Tchouaméni, und Dean Huijsen drohten nämlich gleich sechs Real-Stars bei einer weiteren Gelben Karte eine Sperre fürs Rückspiel. Am Ende erwischte es Tchouaméni, der nach einem Zweikampf mit Joshua Kimmich vom Schiedsrichter verwarnt wurde und nun beim Rückspiel am Mittwoch in München zuschauen muss.
Álvaro Arbeloa beklagte sich deshalb bereits unmittelbar nach der Partie und sagte: „Das ist ein wichtiger Ausfall bei einer Karte, bei der ich nicht weiß, was der Schiedsrichter gesehen hat.“
Alle anderen fünf Spieler können eingesetzt werden. Bei einer weiteren Gelben Karte würden sie allerdings das mögliche Halbfinal-Hinspiel verpassen. Genau das gilt nun aber auch gleich für vier Bayern-Stars. In einer intensiven Schlussphase in Madrid wurden Jonathan Tah, Manuel Neuer, Jamal Musiala und Luis Díaz in den letzten 18 Minuten der Partie noch mit Gelb verwarnt.
Tah und Neuer stehen jetzt jeweils bei zwei Verwarnungen und würden bei einer weiteren im Real-Rückspiel das mögliche Halbfinal-Hinspiel gesperrt verpassen. Das gilt genauso für Dayot Upamecano und Konrad Laimer, die bereits vor der Reise nach Madrid bei zwei beziehungsweise vier Gelben Karten standen und damit von einer Sperre bedroht waren. Mit Tah und Upamecano gehen somit gleich beide Stamminnenverteidiger der Bayern mit diesem Handicap ins Real-Rückspiel.
„Das spielt keine Rolle momentan“, sagte Vincent Kompany bei seiner Abschlusspressekonferenz am Dienstag. „Obwohl ich sagen muss – das ist vielleicht ein Thema für nächstes Jahr“, fuhr der Chefcoach des FC Bayern fort. „Ich finde es schon ganz schwierig, durch diese Europapokal-Runde zu kommen, ohne Sperre. Es sind mehr Spiele jetzt und trotzdem bist du bei drei Karten gesperrt.“
Kompany weiter: „Wenn du bis hierherkommst, mit nur drei Karten, bist du vor allem als Verteidiger eigentlich gut durchgekommen – aber trotzdem kannst du für ein Halbfinale gesperrt sein. Das ist schon hart.“ In den Augen des ehemaligen Weltklasseabwehrspielers deutlich zu hart. „Ich finde, es ist ein bisschen zu aggressiv, diese Sperrenregel, das gilt für alle“, sagte Kompany. „Das würde ich nächstes Jahr nochmal neu überlegen, diese Logik ist zu hart für die Strafe. Aber das ist kein Thema für heute.“