Kosten über eine Million Euro
Ganesha-Tempel in Neukölln öffnet nach 20 Jahren
03.06.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sri Ganesha Hindu Tempel an der Hasenheide ist eröffnet – finanziert allein durch Spenden. Was den Bau immer wieder aufgehalten hat.
In Berlin-Neukölln hat der Sri Ganesha Hindu Tempel eröffnet – mehr als 20 Jahre nach Beginn der Planungen. Finanziert wurde das Gotteshaus an der Hasenheide ausschließlich durch Spenden und ehrenamtliche Arbeit. Die Gesamtkosten beziffert der Trägerverein auf 1,1 Millionen Euro.
Dass der Bau so lange dauerte, lag nach Vereinsangaben vor allem an der Finanzierungsstruktur: Da das Projekt vollständig auf Spenden angewiesen war, kam es immer wieder zu Unterbrechungen. Hinzu kamen Genehmigungsprobleme, die den Baustart verzögerten, sowie zuletzt eine monatelange Wartezeit auf den Granit für den Fußboden. Geplant wurde ab 2005, der Spatenstich folgte 2007, gebaut wurde seit 2010.
17 Meter hoch: Zweiter Tempel für Hindus in Berlin
Der Tempel ist dem hinduistischen Gott Ganesha gewidmet, der mit einem Elefantenkopf dargestellt wird und für Energie und Weisheit steht. Das Gebäude ist 17 Meter hoch. Die goldene Dachkonstruktion des Turms ist aufwendig verziert, die blaue Fassade trägt Ornamente und Götterfiguren. Die Tempelfläche beträgt nach Vereinsangaben rund 850 Quadratmeter, das Grundstück rund 5.000 Quadratmeter.
Es ist nach Angaben des Trägervereins der zweite hinduistische Tempel in Berlin. Der erste, der Sri Mayurapathy Murugan Tempel in Britz, eröffnete 2013 und richtet sich vor allem an Gläubige mit Wurzeln in Sri Lanka. Das Projekt an der Hasenheide steht dem Verein zufolge für die indischstämmige Gemeinschaft in der Stadt.
Tempeleröffnung: Programm für die nächsten Tage geplant
Bis Sonntag sind dazu jeden Tag unterschiedliche Rituale geplant, um dem Tempel und den Figuren der Gottheiten Leben und Segnung einzuhauchen. Ab Samstag steht er dann für Besucher offen, wie Vilwanathan Krishnamurthy vom Trägerverein erklärt. „Ich freue mich sehr. Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen.“ Im Tempel seien alle Menschen herzlich willkommen.
Wie viele Hindus in Berlin leben, ist nicht amtlich erfasst. Der Trägerverein schätzt die Zahl auf bis zu 45.000 – zu Beginn der Planungen seien es nach Vereinsangaben nur etwa 5.000 bis 6.000 gewesen. Zuletzt sei die Gemeinschaft vor allem durch Studenten und IT-Fachleute aus Indien gewachsen.











