1974 nicht dabei, 2006 schon
DFB-Gespräche: Kommt die Fußball-WM ein zweites Mal nach Köln?
04.06.2026 – 16:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Der DFB träumt wieder groß: Eine WM in Deutschland – mit Köln als Spielort – könnte 2038 oder 2042 Realität werden. Was bisher bekannt ist.
In Deutschland denkt man offenbar ernsthaft über eine weitere Fußball-WM nach – und Köln wäre dabei. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat erstmals die Führung der Deutschen Fußball Liga in seine Überlegungen zu einer möglichen WM-Bewerbung einbezogen. Das bestätigte ein DFB-Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte „Bild“ über das Gespräch berichtet.
In der Verbandszentrale in Frankfurt befasst man sich zwei Jahre nach der Heim-EM mit der Frage, ob Deutschland Gastgeber der WM 2038 oder 2042 werden soll. Gefallen ist noch keine Entscheidung – die Gespräche seien ergebnisoffen, heißt es aus DFB-Kreisen.
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Bekommt Köln 2038 oder 2042 eine Fußball-WM?
Dem „Bild“-Bericht zufolge sind 14 Spielorte mit einer Mindestkapazität von je 40.000 Plätzen angedacht. Neben Köln sollen demnach dieselben Städte wie bei der Heim-EM 2024 dabei sein: Berlin, Dortmund, München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hamburg und Leipzig. Neu hinzukommen würden Bremen, Kaiserslautern, Mönchengladbach und Hannover.
Für Köln wäre es das zweite Mal als WM-Austragungsort nach 2006: Bei der WM 1974, als die westdeutsche Mannschaft das Turnier am Ende gewann, wurde die Domstadt als Spielort nämlich nicht berücksichtigt.
Das lag wohl am bis zum WM-Sommer damals nicht fertig gebauten Rheinenergie-Stadion: Dessen Vorgänger, das Müngersdorfer Stadion, war 1971 wegen baulicher Mängel geschlossen worden – die damaligen Kölner Erstligisten, der 1. FC Köln und SC Fortuna Köln, mussten ihre Spiele auf dem Feld der Müngersdorfer Radrennbahn austragen. Statt in Köln gab es 1974 WM-Spiele in Frankfurt, Dortmund, Berlin, München oder Düsseldorf.
Köln hat erst eine Fußball-WM erlebt
Beim „Sommermärchen“ 2006 fanden dann fünf WM-Spiele im FC-Stadion statt, darunter vier Gruppenspiele und ein Achtelfinale – zwischen der Schweiz und der Ukraine (0:3). Die Deutsche Nationalmannschaft konnte aufgrund des Spielplans nicht nach Köln kommen, wohl aber der damalige Weltstar David Beckham mit seinen Engländern. Das Gruppenspiel gegen die Schweden endete 2:2.
