Drei Champions-League-Titel als Real-Coach
Fußball-Legende wird neuer Frankreich-Trainer
Aktualisiert am 28.07.2026 – 11:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Dass der frühere Weltfußballer Zinédine Zidane neuer Trainer der Franzosen wird, war ein offenes Geheimnis. Nun ist es auch offiziell.
Zinédine Zidanes ist offiziell der neue Trainer der französischen Nationalelf. Der ehemalige Weltstar erhält einen Vertrag bis Mitte 2030 bei der „Équipe Tricolore“, wie der Verband FFF am Dienstag mitteilte. Der 54-Jährige galt schon lange als Topfavorit auf die Nachfolge von Didier Deschamps.
Deschamps hatte bei der Weltmeisterschaft in den USA den Titel nach einer Halbfinale-Niederlage gegen den späteren Champion Spanien verpasst und dann auch die Partie um Platz drei gegen England verloren. Dass der frühere Teamkollege von Zidane die Franzosen nach 14 Jahren verlässt, war bereits zuvor bekannt.
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Der ehemalige Mittelfeld-Star hatte Frankreich 2018 zum WM-Titel geführt, 2021 gewann er die Nations League. 2022 verlor er das WM-Finale gegen Argentinien – auch bei der Heim-EM 2016 wurde gegen Portugal im Endspiel der Triumph verpasst.
Zidane hat eine bislang noch kurze, aber außergewöhnlich erfolgreiche Karriere als Coach vorzuweisen: Von 2016 bis 2018 und dann nochmal von 2019 bis 2021 trainierte er Real Madrid und gewann in der Zeit dreimal die Champions League sowie zweimal den spanischen Meistertitel.
„Ich habe es oft gesagt: Es gibt nichts Größeres als die französische Nationalmannschaft. Daher ist es eine Freude und natürlich eine große Ehre, Trainer dieser französischen Nationalmannschaft zu werden. Es ist aber auch eine Verantwortung“, wurde Zidane in einer Mitteilung des Verbands zitiert.
Kopfstoß als unrühmliches Ende der aktiven Karriere
Als Spieler feierte Zidane die Titel bei der WM 1998 und EM 2000. Im Jahr 2002 gewann er mit Real den Henkelpott in der europäischen „Königsklasse“. Dazu kommen unter anderem drei Meistertitel mit Juventus Turin (1997, 1998) und den Madrilenen (2003).
Der in Marseille geborene Fußballer bestritt seine letzte Partie im WM-Finale 2006 in Berlin. Dabei erschuf er einen der ikonischen Momente der Fußball-Geschichte, als er seinen italienischen Gegenspieler Marco Materazzi nach einer Provokation in der Verlängerung per Kopfstoß niederstreckte. Zidane flog mit Rot vom Platz – ohne ihn verlor Frankreich im Elfmeterschießen.
20 Jahre später übernimmt er nun die Auswahl der Franzosen um die Offensivstars Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise. Eine erste Kostprobe der künftigen Zidane-Équipe wird es im Frühherbst geben, wenn Ende September und Anfang Oktober vier Nations-League-Partien gegen die Türkei, Italien und zweimal Belgien auf dem Programm stehen.
