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Home » Für Verbaucher wird es im Supermarkt bald teurer
Wirtschaft

Für Verbaucher wird es im Supermarkt bald teurer

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 7, 2026
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Für Verbaucher wird es im Supermarkt bald teurer

Es wird wohl teurer im Supermarkt

Ab 2027 kommt eine neue Steuer auf Verbraucher zu


Aktualisiert am 07.07.2026 – 03:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Gelber SackVergrößern des Bildes

Rein in den Gelben Sack, damit der Müll später recycelt werden kann: Plastikmüll soll ab nächstem Jahr besteuert werden. (Quelle: Marjian Murat/dpa/dpa-bilder)

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Die Bundesregierung hat den Bundeshaushalt für 2027 im Kabinett beschlossen. Darin sind auch mehrere Steuererhöhungen vorgesehen.

Die Bundesregierung will im kommenden Jahr gleich vier neue Steuern einführen, um den Bundeshaushalt für 2027 gegenzufinanzieren. Insgesamt sind Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro geplant, zudem sollen 118,7 Milliarden Euro an Schulden aufgenommen werden.

Die neuen Steuern treffen alle Verbraucher und Verbraucherinnen: Eine neue Plastiksteuer wird auf nicht recyceltes Plastik erhoben, darüber hinaus werden die Alkoholsteuer und die Tabaksteuer angehoben. Auch die Einführung einer Zuckersteuer ist geplant, wurde aber bisher noch nicht im Haushalt berücksichtigt.

Bei der Plastiksteuer handelt es sich um eine EU-Abgabe, die die Mitgliedstaaten schon seit 2021 bezahlen müssen. Dabei werden nicht recycelte Kunststoffverpackungen besteuert. Die Einnahmen gehen in den EU-Haushalt und sollen für Klimaschutzmaßnahmen wie etwa die Förderung einer Kreislaufwirtschaft verwendet werden.

Plastiksteuer kostet Verbraucher einige Cent mehr

Bisher haben zwei EU-Mitglieder die Plastiksteuer an die Verbraucher weitergegeben: Spanien und Portugal. Alle anderen Länder machen es bisher wie Deutschland, indem sie das Geld aus dem Haushalt aufbringen. Brüssel überlässt die Entscheidung darüber den Mitgliedstaaten. Auch die Ampelkoalition hatte 2024 darüber nachgedacht, die Plastiksteuer weiterzugeben – bis die Regierung an den Haushaltsberatungen scheiterte.

Deutschland zahlt laut „Plastics Europe“ seit 2021 jährlich 1,4 Milliarden Euro für die rund 1,7 Millionen Tonnen an nicht recyceltem Plastik an die EU. Ab 2027 soll die Steuer an die Unternehmen, die das Plastik in Verkehr bringen, weitergereicht werden. Die Unternehmen müssen die Steuer nicht an Verbraucher weiterreichen – es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass viele so verfahren werden.

Die Plastiksteuer beträgt 80 Cent pro Kilogramm an nicht verwertbarem Plastik. Würden die Inverkehrbringer die Steuer 1:1 auf die Verbraucher umlegen, dann würden die Preise für entsprechende Produkte moderat ansteigen. Bei einer 30-Gramm-Verpackung zum Beispiel würde die Steuer rund zwei Cent betragen.

Laut dem Umweltverband BUND liegt der Plastikverbrauch pro Kopf in Deutschland bei 40 Kilogramm pro Jahr, das würde einer Steuerbelastung von 32 Euro im Jahr entsprechen.

Verbraucher können Plastik meiden und Geld sparen

„Plastics Europe“ kritisiert die geplante Weiterreichung der Plastikabgabe, da sie keine positive Lenkungswirkung haben würde. Das habe eine Studie des Umweltbundesamtes im Jahr 2023 ergeben, kritisiert der Verband der Kunststofferzeuger. „In der Praxis wird häufig auf alternative Materialien ausgewichen, die oft ressourcenintensiver sind und schlechter recycelt werden können. Besonders problematisch sind faserbasierte, kunststoffbeschichtete Verbundverpackungen“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands.

Verbraucher können die Belastung in Zukunft durch eine Vermeidung von Einwegplastik beeinflussen. Im Supermarkt geht das, indem man Produkte ohne Plastikverpackung wählt und zum Beispiel für Obst und Gemüse eine Mehrwegtüte mitbringt. Auch bei Kosmetik hat sich inzwischen viel getan und es gibt immer mehr Produkte ohne Mikroplastik.

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