Wirkungslose Maßnahme
Fünfter Tag, fünfter Rekord: Diesel wird immer teurer
05.04.2026 – 13:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich sollten die Maßnahmen der Bundesregierung die Erhöhung der Spritpreise begrenzen. Doch nun gibt es erneut einen Rekord.
Die Spritpreise für Diesel und Super E10 in Deutschland sind erneut gestiegen. Wie der ADAC mitteilte, mussten Autofahrer gestern im Schnitt 2,425 Euro für einen Liter Diesel zahlen. Der bisherige Rekordpreis wird damit inzwischen um mehr als 10 Cent übertroffen. Für einen Liter Super E10 wurden am Samstag 2,184 Euro je Liter fällig. Das ist nach Angaben des ADAC ein neues Jahreshoch und nur noch 1,9 Cent vom Höchststand 2022 entfernt.
Seit dem 1. April dürfen die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr Mittag erhöht werden. Vorbild für diese Maßnahme war Österreich, dort wird schon lange so verfahren. Seitdem liegt das Preisniveau höher als am Tag zuvor.
Auch am heutigen Ostersonntag nutzten die Mineralölkonzerne die einzige Möglichkeit zur Preiserhöhung für deutliche Aufschläge. Der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 erhöhte sich um die Mittagszeit um 7,1 Cent auf durchschnittlich 2,239 Euro. Der Diesel-Preis überbot die Erhöhung und verteuerte sich um 7,3 Cent auf 2,488 Euro.
Damit sind die Preise wieder höher als gestern zur selben Zeit. Damit zeichnet sich ab, dass auch die Tagesdurchschnittspreise erneut höher liegen dürften als gestern.
Um die überhöhten Krisengewinne der Ölkonzerne einzudämmen, macht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) in Brüssel Druck für eine Sondersteuer auf Übergewinne. Die EU-Kommission solle schnell ein Instrument dafür vorlegen, schrieb Klingbeil gemeinsam mit den Finanz- oder Wirtschaftsministern aus Österreich, Italien, Portugal und Spanien. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Die Minister verweisen auf die in der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 erhobene sogenannte Solidaritätsabgabe, die Übergewinne im Geschäft mit fossilen Energieträgern wie Öl und Gas abschöpfen sollte. „Angesichts der derzeitigen Marktverzerrungen und der finanziellen Zwänge sollte die Europäische Kommission zügig ein ähnliches EU-weites Instrument für Beiträge entwickeln, das auf einer soliden rechtlichen Grundlage beruht“, heißt es in dem auf Englisch abgefassten Brief.









