Wetterexperte sorgt sich um Blüten

„Riesen-Frühlingswelle – aber das böse Ende kommt“


23.02.2026 – 15:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Wetter in Deutschland: Hochdruckeinfluss sorgt für milde Temperaturen und frühlingshaftes Wetter.

Das Wetter in Deutschland: Hochdruckeinfluss sorgt für milde Temperaturen und frühlingshaftes Wetter. (Quelle: DWD)

Das Wetter in Deutschland legt derzeit eine markante Wende hin. Plötzlich sind frühlingshafte Temperaturen in greifbarer Nähe. Ein Experte sieht jedoch große Probleme für die Pflanzenwelt.

Wochenlang war das Wetter in Deutschland zweigeteilt: Im Südwesten herrschten bereits deutliche Plusgrade, während es im Osten der Republik teils bitterkalt war. Doch jetzt wird das ganze Land von einer frühlingshaften Wärmewelle erfasst. In einigen Regionen könnte die 20-Grad-Marke erreicht werden.

Die Prognosen zeigen: Während derzeit noch atlantische Tiefausläufer das Wetter bestimmen, stellt sich am Mittwoch verbreitet Hochdruckeinfluss ein – mit spürbaren Folgen für das Wetter im ganzen Land. Der Meteorologe Johannes Habermehl vom Wetterdienst Meteored erklärt: „Der Frühling ist gekommen, um zu bleiben.“

Doch zum Beginn der Woche bleibt das Wetter zunächst unbeständig: Immer wieder ziehen Schauer über das Land, dazu kommen teils kräftige Windböen. Am Montag erreichen die Maximaltemperaturen 16 Grad, am Dienstag 17 Grad, am Oberrhein laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar bis 19 Grad.

Das Tauwetter könnte jedoch vielerorts zu gefährlichen Situationen führen: Der viele Schnee der vergangenen Wochen schmilzt kontinuierlich, teils fließen in Südostbayern bis zu 70 Liter pro Quadratmeter ab, teilt der DWD mit. Kleinere Flüsse und Bäche könnten über die Ufer treten. Für mehrere Landkreise gilt bereits Warnstufe Rot: „Es ist mit einer Überflutung einzelner bebauter Grundstücke oder Keller sowie Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, heißt es. Teils sind bereits Wiesen und Felder überflutet.

Am Mittwoch stellt sich die Großwetterlage dann endgültig um. Der Regen klingt ab, Deutschland gelangt unter freundlichen Hochdruckeinfluss. Örtlich sind bis zu 20 Grad prognostiziert. Der Wetterexperte Karsten Brandt vom Portal Donnerwetter.de ordnet für t-online ein: „Aachen, Düren, Bonn oder Köln können die 20-Grad-Marke knacken.“

Auch an der Mosel, am Oberrhein und an der Bergstraße seien Temperaturen bis knapp unter 20 Grad möglich. „Die Natur explodiert förmlich“, so Brandt. Menschen müssten sich auf massiven Pollenflug einstellen. „Der Frühling ist da“, betont der Experte. Allerdings: Von einer „Wärmeglocke“, über die mehrere andere Meteorologen sprechen, möchte Brandt nichts wissen. „Dafür ist es zu windig“, so der Experte.

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