Maximilian wog weniger als 500 Gramm
Als Frühchen geboren: Hamburger rührt Ärzte bis heute
19.05.2026 – 10:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Maximilian Kasputtis kam in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt. Ärzte und Pflegekräfte kämpften monatelang um sein Leben. Mittlerweile ist er 15 Jahre alt.
Als Maximilian Kasputtis geboren wurde, wog er deutlich weniger als 500 Gramm. Heute ist er 15 Jahre alt, geht gerne schwimmen, spielt auf der Playstation und telefoniert fast täglich mit seiner Freundin. Dass er überhaupt lebt, grenzt für seine Familie noch immer an ein Wunder.
Maximilian kam 2010 in der 24. Schwangerschaftswoche im Perinatalzentrum Altona in Hamburg zur Welt. Seine Mutter Manja Kasputtis war wegen Beschwerden vorsorglich in die Klinik gefahren. Kurz darauf folgte die Diagnose: HELLP-Syndrom – eine seltene, lebensbedrohliche Schwangerschaftskomplikation. Das Baby musste sofort per Kaiserschnitt geholt werden.
Sechs Monate im Krankenhaus
Vater Falko Kasputtis erinnert sich: „Donnerstag war die Welt noch in Ordnung und am Sonntag nicht mehr.“ Es folgten sechs Monate im Krankenhaus – geprägt von Hoffnung, Angst und immer neuen Rückschlägen.

Mehrfach kämpfte Maximilian ums Überleben. Nach einer Lungenblutung rieten Ärzte der Familie sogar, Angehörige zu informieren und sich zu verabschieden. Später kamen unter anderem eine schwere Sepsis und ein Atemstillstand hinzu, bei dem der Junge minutenlang wiederbelebt werden musste.
Trotzdem schaffte es Maximilian. Im April 2011 durfte er das Krankenhaus endlich verlassen. „In dem Moment waren wir fassungslos bis ängstlich“, sagt seine Mutter rückblickend und ergänzt: „Wie soll das funktionieren, ohne diesen Chor an Helfenden?“
Familie führt besondere Tradition weiter
Heute erinnert die Familie jedes Jahr an diese Zeit – mit einer besonderen Tradition. Zu Weihnachten bringen die Kasputtis regelmäßig einen Präsentkorb ins Perinatalzentrum Altona. „Wir wollen mindestens einmal im Jahr unsere Dankbarkeit ausdrücken“, sagte Maximilians Mutter.
Im Perinatalzentrum arbeiten die Neonatologie des Altonaer Kinderkrankenhauses und die Geburtshilfe der Asklepios Klinik Altona eng zusammen. „Wir geben jeden Tag alles – und freuen uns immer, wenn wie bei den Kasputtis noch nach über 15 Jahren der Kontakt besteht und wir sehen dürfen, wie toll die ehemaligen Frühchen heranwachsen“, sagt Sabine Pelt, pflegerische Leitung der neonatologischen Stationen.
Auch Maximilian selbst hat die Zeit nicht vergessen. „Letztes Jahr Weihnachten stand ich wieder vor dem Zimmer 2, in dem ich früher im Inkubator lag“, erzählt der 15-Jährige. „Der ist schön warm drinnen.“










