Geschwindigkeit reduziert
Fritzbox-Probleme nach Update – das können Nutzer tun
12.02.2026 – 14:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Update auf FritzOS 8.20 verlieren einige Router an Geschwindigkeit. Der Hersteller hat eine Übergangslösung veröffentlicht.
Ein Firmware-Update hat bei mehreren Fritzbox-Modellen zu erheblichen Geschwindigkeitseinbußen geführt. Betroffen sind nach Nutzerangaben vor allem die Premium-Modelle Fritzbox 5690 Pro und 7690. Nach der Installation von FritzOS 8.20 bricht demnach die Internetgeschwindigkeit bei manchen Konfigurationen drastisch ein. In Extremfällen soll die Datenrate von einem Gigabit-Anschluss auf unter 100 Megabit pro Sekunde sinken, also weniger als ein Zehntel der Geschwindigkeit.
Wie das Techportal „Deskmodder“ berichtet, zeigt sich das Problem besonders dann, wenn der Router nicht direkt am DSL- oder Glasfaseranschluss betrieben wird, sondern über ein externes Modem am WAN- oder LAN-Port angeschlossen ist. Neben der geringen Bandbreite berichten Betroffene zudem von instabilen Ping-Zeiten, was vor allem beim Online-Gaming zu Problemen führen soll.
Als Ursache für die Geschwindigkeitsdrosselung gilt die Hardwarebeschleunigung des Routers. Diese Funktion soll eigentlich den Hauptprozessor entlasten, indem spezialisierte Schaltkreise die Weiterleitung von Datenpaketen übernehmen. In der aktuellen Firmware-Version scheint es jedoch zu einem Konflikt zwischen dem Betriebssystem und den modernen Wi-Fi-7-Chipsätzen zu kommen.
Der Hersteller Fritz (ehemals AVM) hat das Problem inzwischen bestätigt. In einer Stellungnahme bei „heise online“ räumte das Unternehmen ein, dass es nach dem Update auf FritzOS 8.20 in bestimmten Betriebszuständen zu Leistungsveränderungen kommen könne. Man habe das Verhalten analysiert und werde ein Update bereitstellen.
Das Problem trete nur bei aktivierter Paketbeschleunigung auf und mehrheitlich dann, wenn die Fritzboxen an einem Glasfasermodem betrieben würden, heißt es in der Stellungnahme. Bei DSL-Anschlüssen entstünden keine Leistungsveränderungen. Für die Fritzbox 7690 gebe es bereits eine Laborversion, die das Problem beheben solle.
Als vorläufige Lösung empfiehlt der Hersteller, die Funktion „Paketbeschleunigung“ in den Fritzbox-Einstellungen zu deaktivieren. Die versteckte Support-Seite ist über die Adresse „http://fritz.box/support.lua“ im Browser aufrufbar. Dort lässt sich die Hardwarebeschleunigung abschalten.
Nach der Deaktivierung soll die CPU die vollständige Verarbeitung des Datenverkehrs übernehmen. Dies führe zwar zu einer höheren Prozessorlast, stelle aber die volle Bandbreite und stabile Latenzen wieder her, berichten Nutzer.
Ein Nachteil: Die Funktion aktiviert sich nach jedem Neustart des Routers automatisch wieder, sodass die Einstellung erneut vorgenommen werden muss. Ein dauerhafter Fix durch ein offizielles Update steht noch aus.











