Vor CDU-Krisengipfel
Union legt zu – doch Schwarz-Rot kommt nicht vom Fleck
11.10.2026 – 11:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor den Beratungen der CDU-Spitze hat die Union in einer neuen Umfrage leicht zugelegt. Für Kanzler Friedrich Merz bleibt die Lage dennoch schwierig.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor den Krisenberatungen seiner Partei einen kleinen Lichtblick erhalten. Im aktuellen Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts INSA für die „Bild“-Zeitung verbesserte sich die Union gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 19 Prozent. Die AfD bleibt mit 30 Prozent allerdings deutlich stärkste Kraft.
Damit beträgt der Abstand zwischen beiden Parteien weiterhin elf Prozentpunkte. Auch die schwarz-rote Koalition wäre nach den aktuellen Zahlen weit von einer eigenen Mehrheit entfernt.
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Schwarz-Rot kommt nur auf 32 Prozent
Die SPD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und fällt auf 13 Prozent. Zusammen erreichen die Regierungsparteien damit 32 Prozent. Das ist genauso viel wie bei der vorherigen Erhebung. Der leichte Zugewinn der Union gleicht den Rückgang beim Koalitionspartner vollständig aus.
Drittstärkste Kraft bleiben die Grünen mit 14 Prozent, gefolgt von der Linken mit 10 Prozent. Die FDP erreicht vier Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) drei Prozent. Beide Parteien würden damit an der Fünfprozenthürde scheitern. Auf die sonstigen Parteien entfallen sieben Prozent.
Zugewinn der Union bringt Koalition nichts
Rechnerisch könnte die derzeitige Koalition nur mit einem weiteren Partner ihre Mehrheit sichern. Ein Bündnis aus Union, SPD und Grünen käme zusammen auf 46 Prozent der Stimmen. Da nach der Umfrage insgesamt 14 Prozent auf Parteien entfallen, die voraussichtlich nicht in den Bundestag einziehen würden, wäre damit eine parlamentarische Mehrheit möglich.
Auch Union und AfD kämen gemeinsam auf eine rechnerische Mehrheit. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen CDU und CSU allerdings aus.