Europa League
Titeltraum geplatzt: Freiburg im Finale chancenlos
Aktualisiert am 20.05.2026 – 22:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Finale der Europa League wollte der SC Freiburg den ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte gewinnen. Doch gegen Aston Villa scheiterte der Bundesligist deutlich.
Der SC Freiburg hat den Titel in der Europa League deutlich verpasst. Im Finale mussten sich die Breisgauer gegen Premier-League-Klub Aston Villa deutlich mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. Dabei waren die Freiburger über nahezu die gesamten 90 Minuten unterlegen. Die Tore für Villa erzielten Youri Tielemans (41. Minute), Emiliano Buendía (45. +3) und Morgan Rogers (58.).
Statt mit einem Triumph im Besiktas Park zum ersten Mal in die Champions League einzuziehen, müssen sich die Badener mit der Conference League begnügen. Die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb hatte sich der SC mit Tabellenplatz sieben in der Bundesliga gesichert.
Vorerst letzter deutscher Europa-League-Champion bleibt Eintracht Frankfurt (2022). Villa-Coach Unai Emery wurde unterdessen seinem Ruf als Europa-League-Spezialist gerecht. Bereits zum fünften Mal gewann der Spanier nach den Titeln mit dem FC Sevilla (2014, 2015, 2016) und dem FC Villarreal (2021) diesen Wettbewerb.
So lief das Spiel:
Den vor dem Anpfiff gezeigten Optimismus konnten die Breisgauer nicht in die Tat umsetzen. „Es fühlt sich an, als wären wir bereit“, sagte Sportvorstand Jochen Saier. „Es ist die Krönung eines längeren Weges.“ 15.000 Zuschauer fieberten vergeblich beim Public Viewing auf der Freiburger Messe mit. Im Besiktas Park herrschte von Beginn an eine eindrucksvolle und teils ohrenbetäubende Atmosphäre.
In der Anfangsphase wirkte die Schuster-Elf zwar ein wenig nervös und sah sich direkt dem Druck von Aston Villa ausgesetzt. Vor 37.324 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Julian Nagelsmann, trat das Team aus Birmingham reifer und abgezockter auf.

Im Kollektiv verteidigten die Südbadener aber anfangs kompakt und kamen besser in die Partie. Es fehlten jedoch die Mittel, um Torgefahr zu erzeugen. Die einzige gefährlichere Abschlusschance der ersten Hälfte hatte Nicolas Höfler nach einer Standardsituation, der Ball flog knapp am rechten Pfosten vorbei (17.).
Dann aber erlaubte sich der Sport-Club in der Defensive Nachlässigkeiten, die Aston Villa nutzte. Nach einer zunächst kurz ausgeführten Ecke hatte kein Freiburger Tielemans im Blick, der mit einem Volleyschuss sehenswert vollendete. Und es kam für den SC noch schlimmer, Buendia traf per Schlenzer noch schöner.
Beim 0:3 konnte Philip Lienhart Rogers nicht stoppen. Der Anhang ließ sich davon nicht beirren, hüpfte und schunkelte auf der Tribüne und feierte den SC trotzdem.










