Ferien-Tragödie
Kind treibt in Freibad: Polizei verkündet traurige Nachricht
Aktualisiert am 11.08.2026 – 19:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Berliner Schülergruppe macht einen Ausflug in ein Freibad. Für eine Neunjährige endet der Tag auf der Intensivstation. Tage später stirbt das Kind.
Ein neun Jahre altes Mädchen aus Berlin ist knapp eine Woche nach einem Badeunfall im Sommerbad Vetschau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) gestorben. Zunächst war das Kind im Krankenhaus intensivmedizinisch betreut worden. Nun teilte die Polizeidirektion Süd mit, dass die Neunjährige an den Folgen des Freibadunfalls gestorben sei.
Die Rettungskräfte waren am Mittwoch gegen 15 Uhr in das Sommerbad Vetschau gerufen worden. Die Rettungsschwimmer hatten ein bewusstloses Kind an der Wasseroberfläche bemerkt und sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen, wie die Polizei mitteilte.
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Freibad wird nach Notfall komplett geräumt
Das Mädchen konnte zurück zu Bewusstsein gebracht werden, anschließend kam es in eine Klinik. Das Freibad war während des Einsatzes komplett geräumt worden, um die Retter nicht zu behindern. Der Betrieb in dem Freibad wurde den restlichen Tag eingestellt. Notfallseelsorger betreuten Zeugen des Unglücks.
Wieso das Mädchen bewusstlos wurde, blieb unklar. Die „Lausitzer Rundschau“ berichtete von einem medizinischen Notfall, nachdem die Neunjährige ins Wasser gesprungen sein soll. Die Polizei appellierte laut dem Sender RBB an alle Eltern: „Üben Sie mit Ihren Kindern das Verhalten im und am Wasser.“ Das spontane Springen ins Wasser in aufgeregtem oder erhitztem Zustand sei ein Risiko, „das sich durch Training und vorherige Abkühlung reduzieren lässt“. Eine abgelegte Schwimmprüfung sei „keine Garantie für einen unfallfreien Badespaß“.
Auch das Freibad selbst äußerte sich nach dem Unglück am Mittwoch auf Facebook: Hintergrund sei ein „medizinisches Problem, kein Ertrinken im klassischen Sinne“ gewesen. „Wir möchten an dieser Stelle freundlich darauf hinweisen, die allgemeinen Baderegeln zu beachten, beispielsweise eine ausreichende Badepause nach dem Essen einzulegen und nicht überhitzt ins Wasser zu springen“, teilte das Bad mit.
Die Neunjährige gehörte laut Polizei zu einer Berliner Schülergruppe – die Betreuer der Gruppe verständigten die Angehörigen des Mädchens. Laut RBB soll es sich um eine Sozialeinrichtung handeln.
