Equal Pay Day 2026

Die Hälfte der Bevölkerung arbeitet 58 Tage umsonst


Aktualisiert am 27.02.2026 – 05:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Equal Pay Day 2025: Frauen in Deutschland haben im vergangenen Jahr pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger verdient als Männer.

Equal Pay Day 2026: Frauen in Deutschland haben im vergangenen Jahr pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger verdient als Männer. (Quelle: miniseries/getty-images-bilder)

Der Tag der Entgeltgleichheit fällt 2026 auf den 27. Februar. Wir erklären, wovon das Datum abhängt und warum es den Equal Pay Day überhaupt gibt.

Bis sich die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern komplett schließt, dürfte es noch dauern. Um den Prozess zu beschleunigen, haben Aktivisten daher den Equal Pay Day ins Leben gerufen, den Tag der Entgeltgleichheit. t-online erklärt, warum er in diesem Jahr auf den 27. Februar fällt und was an diesem Tag genau geplant ist.

Der Equal Pay Day ist ein internationaler Aktionstag, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Er markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke, den sogenannten Gender-Pay-Gap.

Dieser gibt den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttoverdienst wieder. Laut Statistischem Bundesamt liegt der unbereinigte Gender-Pay-Gap in Deutschland aktuell bei 16 Prozent, der bereinigte bei 6 Prozent.

Der Equal Pay Day will nicht nur ein Bewusstsein für die ungleichen Löhne und Gehälter schaffen, sondern auch für deren Ursachen (mehr dazu unten). Letztlich ist es das Ziel, die Lohnlücke zu schließen.

Das Datum hängt von der Größe der Lohnlücke ab: Je größer sie im vergangenen Jahr war, desto weiter hinten im Kalender liegt der Equal Pay Day.

Die Idee hinter der Berechnung: Bis zum Equal Pay Day arbeiten Frauen im Vergleich zu Männern quasi umsonst, erst danach beginnt für sie das Arbeitsjahr, in dem sie relativ gesehen überhaupt etwas verdienen. Rechnet man den Wert in Tage um, arbeiten Frauen insgesamt 58 Tage umsonst.

Am Equal Pay Day 2026 laden Vereine, Verbände, Gewerkschaften, Unternehmen und andere Organisationen unter dem Motto „Equal Pay Every Day“ (zu Deutsch: Gleiche Bezahlung an jedem Tag) zu Veranstaltungen ein, die sich mit mehr Lohngerechtigkeit in Deutschland befassen.

In diesem Jahr rückt die Initiative in den Fokus, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt. Vom Erlernen von Rollenbildern in Kindheit und Jugend über die Berufswahl und die Familiengründung bis zur Rente und weiblichen Altersarmut: Anhand der verschiedenen Lebensabschnitte werde deutlich, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen Lohngleichheit erschwerten und mit welchen Stellschrauben es gelingen könne, das zu ändern.

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