Vorfall im Deutsche Bank Park

Frau zeigt Hitlergruß bei MMA-Event – Polizei ermittelt


28.09.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Gürtel für den Oktagon-Champion (Archivbild): Am vergangenen Samstag war die Eventreihe zum zweiten Mal nach 2024 zu Gast im Deutsche Bank Park. (Quelle: Imago/Panama Pictures)

Bei einem Kampfsport-Event zeigt eine Frau auf der Tribüne den Hitlergruß. Ein Video davon kursiert im Internet – und beschäftigt nun auch die Frankfurter Polizei.

Zum zweiten Mal nach 2024 ist die Mixed-Martial-Arts-Organisation (MMA) Oktagon am Wochenende zu Gast im Frankfurter Deutsche Bank Park gewesen. Rund 60.000 Zuschauer verfolgten das Kampfsport-Event am Samstag im Stadion des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Dabei kam es auf der Tribüne zu einem Vorfall.

Auf Social Media kursiert ein kurzes Video, das eine Frau zeigt, die beim Abspielen der deutschen Nationalhymne den rechten Arm zum sogenannten Hitlergruß ausstreckt. Inzwischen beschäftigt der Clip auch die Polizei. „Wir ermitteln bereits“, kommentierte die Frankfurter Polizei auf dem Kurznachrichtendienst X unter einem Beitrag, in dem das Video zu sehen ist.

Zeigen des Hitlergrußes wird hart bestraft

In einer Pressemitteilung heißt es zudem, dass den Beamten das Video inzwischen vorliege. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen wegen des Verdachts der „Verwendung eines Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation“ aufgenommen. Im Internet hoffen nun viele Nutzer, dass die Frau anhand ihres Sitzplatzes identifiziert und entsprechend strafrechtlich verfolgt werden kann.

Das Verwenden des Hitlergrußes kann in Deutschland nach Paragraf 86a des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden. Allerdings waren die Karten für Oktagon 94 nicht personalisiert. Da zum Zeitpunkt der Aufnahme des Videos viele umliegende Sitzplätze frei sind, ist zudem unklar, ob die Frau tatsächlich auf dem im Video erkennbaren Platz saß.

Eckerlin verliert gegen Kozma – Coga feiert Punktsieg

Sportlich bekamen die Zuschauer am Samstag zehn Kämpfe geboten – darunter vier mit Frankfurter Beteiligung. Während Max Coga, der im Bahnhofsviertel den Club „Pik Dame“ betreibt, gegen Christian Jungwirth gewann, bezwang Fedor Duric den Briten Marc Diakiese. Raul Lemberanskij feierte gegen den Slowaken Roman Paulus ebenfalls einen Punktsieg.

Einzig Christian Eckerlin musste sich bei seinem Heimevent geschlagen geben. Der bekennende Eintracht-Fan und Ex-Fußballer verlor seinen Kampf gegen den Tschechen David Kozma in der ersten Runde. Ob und wie es für den 39-Jährigen weitergeht, ist noch unklar. Unmittelbar nach dem Fight hatte er angekündigt, erst einmal eine Pause zu brauchen.

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