15-Jähriger wählt Notruf
Frau erschlagen, 13-Jährige in Lebensgefahr
Aktualisiert am 23.03.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Mitten in der Nacht klingelt bei der Polizei das Telefon. Am Apparat ist ein Jugendlicher. Offenbar hat sein Vater gerade ein Verbrechen begangen.
In einem Haus in Barsinghausen bei Hannover hat die Polizei eine sterbende 38-Jährige sowie ihre schwer verletzte Tochter gefunden. Unter Verdacht steht der 49 Jahre alte Partner der Frau. Er ließ sich von den Beamten widerstandslos festnehmen.
„Ein 15-jähriger Junge wählte um 2.10 Uhr in der Nacht zum Montag den Notruf“, erklärte ein Polizeisprecher t-online. Der Junge habe erklärt, dass sein Vater die Mutter angegriffen habe.
Vor Ort entdeckten die Beamten die schwerstverletzte Frau. Rettungskräfte hätten versucht, sie zu reanimieren, berichtete der NDR. Aber die 38-Jährige starb noch am Tatort.
Das 13 Jahre alte Mädchen wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 15-Jährige blieb unverletzt. Die Polizei traf außerem noch drei ebenfalls unverletzte Kinder im Alter von 10, 6 und 2 Jahren in dem Haus der Familie an.
Seelsorger kümmerten sich um die Kinder. Die Polizei schaltete zudem das Jugendamt ein, die Kinder in Obhut nehmen sollte.
Die „Bild“-Zeitung berichtete, der Mann habe seine Partnerin mutmaßlich mit einem Hammer erschlagen. Das wollte der Polizeisprecher t-online am Montagvormittag zunächst aber nicht bestätigen. Die Ermittlungen zur Tatwaffe, zum Tathergang und zum mutmaßlichen Motiv würden andauern, sagte er lediglich.
Die Familie soll der „Bild“ zufolge vor ungefähr einem Jahr in das Haus eingezogen sein. Ein Nachbar sagte der Zeitung, er habe die Kinder am Sonntag noch draußen schaukeln sehen, während der Vater im Garten gearbeitet habe. „Alles wirkte harmonisch“, zitierte die „Bild“ den Mann.










