Grausame Details enthüllt
Britin hielt sich 25 Jahre lang eine Sklavin
Aktualisiert am 13.03.2026 – 06:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat Amanda W. eine schutzbedürftige Person in ihrem Haus festgehalten und zur Arbeit gezwungen. Ein Gericht in England hat die Frau nun verurteilt.
Ein Gericht in der englischen Grafschaft Gloucester hat eine 56-jährige Frau zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie eine Frau mit Lernbehinderung 25 Jahre lang gefangen hielt und zur Arbeit zwang. Das teilte die Polizei Gloucester in einer Pressemitteilung mit. Auch die britische BBC berichtete von dem Gerichtsprozess gegen Amanda W.
Die Angeklagte habe das Opfer über Jahre hinweg gezwungen, ihr verwahrlostes Haus zu reinigen und unter erniedrigenden Bedingungen zu leben, hieß es in dem Polizeibericht. Das Gericht befand sie der Freiheitsberaubung, der Nötigung zur Zwangsarbeit und der Körperverletzung schuldig.
Richter Ian Lawrie KC sprach am Gloucester Crown Court harte Worte gegenüber der Angeklagten. Laut dem BBC-Bericht erklärte er bei der Urteilsverkündung, Amanda W. habe ihr Opfer „grausam“ über Jahre hinweg gefangen gehalten. Das Trauma dieser Versklavung wirke bis heute nach.
Die Polizei zitierte den Richter in der Pressemitteilung mit folgenden Worten an die Angeklagte: „Nach den mir vorliegenden Beweisen hatte diese Knechtschaft für Sie einen zweifachen dauerhaften Nutzen – erstens war [das Opfer] faktisch Ihr Sklave“, so Lawrie KC. Ferner habe die Verurteilte auch finanziell von ihrer Tat profitiert: Sie kassierte demnach die Sozialleistungen, die dem Opfer aufgrund seiner Behinderung zustanden.
Das Opfer, das die BBC aus Schutzgründen nur „K“ nennt, ist heute in den Vierzigern und lebt bei einer Pflegefamilie, besucht ein College und erhält therapeutische Unterstützung. In einer vor Gericht verlesenen Erklärung, die von BBC zitiert wurde, beschrieb „K“ die Zeit der Gefangenschaft: „25 Jahre lang lebte ich in Angst, unter Kontrolle und Missbrauch. Ich wurde behandelt, als würden mein Leben, meine Freiheit und meine Stimme nichts bedeuten.“
Sie leide auch heute noch täglich unter Angstzuständen und habe noch immer furchtbare Albträume, hieß es in der Erklärung vor Gericht. In einem weiteren Satz ihrer Erklärung schrieb sie: „Nichts kann mir die 25 Jahre zurückgeben, die ich verloren habe.“
Vor Gericht wurde demnach geschildert, dass sie in der Gefangenschaft von Amanda W. schwer misshandelt worden sei. Auch die Polizei berichtete in ihrer Mitteilung von schrecklichen Taten: So habe Amanda W. der Frau unter anderem Spülmittel in den Hals gespritzt, Bleichmittel ins Gesicht geschüttet und ihr gegen ihren Willen den Kopf rasiert. Außerdem habe sie häufig nur von Essensresten leben müssen.
