Eine Million Euro weg

Frau fällt auf falsches Markus-Lanz-Video rein


06.07.2026 – 14:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Der echte Markus Lanz (Archivbild): Die Frau fiel laut Polizei auf eine gefakte Version der Talkshow des Moderators herein. (Quelle: Georg Wendt/dpa)

Eine Frau stößt im Internet auf ein Video, das sie für echt hält. Auch die Polizei beschreibt es als „glaubhaft“. Das Problem: Alle Versprechungen sind Lüge.

In Sachsen ist eine Frau Opfer von Betrügern geworden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, verlor sie mehr als eine Million Euro.

Der Betrug nahm den Beamten zufolge im April seinen Anfang an. Die Frau war demnach im Internet auf ein KI-generiertes Video der ZDF-Talkrunde „Markus Lanz“ aufmerksam geworden. „In der glaubhaft erscheinenden Sendung hatte eine angebliche Finanzexpertin über eine gewinnbringende Geldanlage gesprochen, welche im Video verlinkt wurde“, heißt es in der Mitteilung der Polizeidirektion Chemnitz.

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Die Geschädigte aus dem mittelsächsischen Lichtenberg habe daraufhin die entsprechende Internetseite namens „Investhub 3.0“ aufgerufen und sich angemeldet. Unmittelbar darauf meldeten sich laut Polizei zuerst eine Frau und danach ein angeblicher Broker per Telefon.

Erst nach Monaten fällt der Betrug auf

Das Gespräch überzeugte die Frau: Sie investierte zunächst eine überschaubare Summe – den Beamten zufolge war sie überzeugt, knapp 250 Euro in Gold und Öl sowie Kryptowährungen zu investieren.

Es folgten viele weitere Überweisungen. Laut Polizei gelang es den Betrügern, die Frau in Telefonaten und Chats über Monate hinweg auszunehmen: Immer wieder schoss sie Geld nach, die Beträge variierten von knapp 10.000 Euro bis hin zu mehr als 460.000 Euro und flossen auf verschiedene Konten.

Als zuletzt die Telefonate mit dem angeblichen Broker ausblieben und die Frau bereits mehr als eine Million Euro investiert hatte, wurde ihr der Anlagebetrug klar. Am vergangenen Samstag wandte sie sich an die Polizei.

Die Kriminalpolizei hat nunmehr die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen. Die Beamten warnen eindringlich: „Seien Sie misstrauisch bei hohen Renditeversprechen ohne Risiko. Prüfen Sie Anbieter und Plattformen sorgfältig – oft sind diese gefälscht. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.“

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