Mbappé rassistisch beleidigt
Französischer Verband kündigt rechtliche Schritte an
Aktualisiert am 07.07.2026 – 05:28 UhrLesedauer: 3 Min.
In der Partie zwischen Frankreich und Paraguay war es zu hitzigen Szenen gekommen. Kylian Mbappé verweigerte einen Handschlag – und wurde nun schwer beleidigt.
Frankreichs Superstar Kylian Mbappé ist nach dem hitzigen WM-Achtelfinale gegen Paraguay Opfer von rassistischen Beschimpfungen geworden. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia bezeichnete den Ausnahme-Fußballer in einem Post auf der Plattform X als „Trottel“, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“
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Während des Spiels, welches Titelfavorit Frankreich gegen den Deutschland-Besieger am Samstag mit 1:0 gewann, war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Aus Frust verweigerte der 27-Jährige nach Spielende Paraguays Keeper Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste. Gill warf daraufhin Mbappé den Ball an den Rücken.
Wenig später legte die Politikerin auf Instagram mit einer weiteren Tirade nach. Mbappé sei ein „kolonisierter Kameruner“, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“. Er sei das ganze Spiel über nervös gewesen und hätte Todesangst gehabt, genau wie seine gesamte Mannschaft.
Verband will gegen Politikerin vorgehen
„Sie haben nicht einmal ein Tor erzielt und nur mit ganz viel Glück gewonnen“, schrieb Celeste Amarilla de Boccia. „Das Einzige, was viele von uns der Albirroja vorwerfen, ist, dass sie ihm nach dem Schlusspfiff nicht eine schallende Ohrfeige verpasst hat.“
Frankreichs Fußballverband will nach den rassistischen Beleidigungen gegen die paraguayische Senatorin vorgehen. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß es unter anderem in einem Statement des Verbands. Man werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten.
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„Ich sichere unserem Kapitän, den Spielern und ganz allgemein allen Opfern solch abscheulicher Äußerungen meine volle Unterstützung zu“, schrieb Verbandspräsident Philippe Diallo bei X. „Die Spieler der französischen Nationalmannschaft repräsentieren Frankreich. Es ist unser Land, das hier beleidigt wird.“ Die Äußerungen seien „strafbar“ und „verwerflich“.
Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus“, teilte der 48-Jährige bei X mit. „Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“









