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Außenminister Jean-Noël Barrot sagte am Dienstag, dass Frankreich damit beginnen werde, die Evakuierung seiner Staatsangehörigen aus dem Nahen Osten zu erleichtern, da der Iran-Krieg bereits einen vierten Tag andauere.
„Wir bereiten Charterflüge vor, damit die am stärksten gefährdeten Menschen davon profitieren können“, sagte Barrot gegenüber Reportern.
Er sagte, rund 400.000 französische Staatsangehörige befänden sich in vielen Ländern der Golfregion, die derzeit von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen würden, als sie versuchten, US-Militäranlagen anzugreifen.
„Die meisten Länder haben ihren Luftraum geschlossen, daher ist es schwierig, diese Länder zu verlassen. Aber wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, tun Sie es“, sagte er und forderte nicht die sofortige Rückkehr französischer Staatsbürger.
„Priorität ist natürlich die Sicherheit unserer Staatsangehörigen und unserer Interessen, aber auch die schnellstmögliche Deeskalation.“
Derzeit wird über das Ariane-Portal des französischen Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten eine Zählung französischer Reisender durchgeführt.
Zehntausende Menschen sollen in der Region gestrandet sein, nachdem die meisten Länder ihren Luftraum für zivile Flüge gesperrt hatten, als die USA und Israel am Samstag gemeinsame Angriffe auf den Iran begannen.
Evakuierungsflüge geplant
Inzwischen haben mehrere Länder Evakuierungsflüge zur Rückführung ihrer Staatsangehörigen organisiert.
Zwei Evakuierungsflüge mit jeweils 200 Passagieren landeten am Dienstagmorgen in der tschechischen Hauptstadt Prag.
Deutschland hatte am Montag angekündigt, so schnell wie möglich Flugzeuge nach Saudi-Arabien und Oman zu schicken, um die am stärksten gefährdeten Reisenden zu evakuieren.
Nach Angaben des Deutschen Tourismusverbandes sind rund 30.000 Deutsche in der Region gestrandet.
Das Reiseunternehmen TUI gab am Dienstag bekannt, dass es damit beginnen werde, 5.000 Kunden, die auf zwei seiner Kreuzfahrtschiffe im Golf gestrandet waren, über Dubai nach Hause zu bringen.
Nach Angaben der Flughäfen sollten im Laufe des Dienstags drei Flüge zur Evakuierung italienischer Staatsangehöriger in Rom und Mailand landen.
Die britische Außenministerin Yvette Cooper sagte am Dienstag, ein Charterflug der britischen Regierung werde in den kommenden Tagen britische Staatsangehörige aus Oman nach Hause bringen.
British Airways sagte, sie habe für Donnerstag einen Flug aus Oman geplant.
Außenminister Jose Manuel Albares sagte, Spanien organisiere ebenfalls Evakuierungsflüge und ein Etihad-Flug mit spanischen Staatsangehörigen werde am Dienstagabend in Madrid landen.










