Nach nächster Niederlage

Heidenheim-Trainer findet sich mit Abstieg ab

01.03.2026 – 07:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Gibt sich keinen Illusionen hin: Heidenheims Trainer Frank Schmidt. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa/dpa-bilder)

0:2 verliert der 1. FC Heidenheim bei Werder Bremen und kassiert damit einen weiteren Schlag im Tabellenkeller. Frank Schmidt wird danach deutlich.

Bundesligist 1. FC Heidenheim steuert nach Einschätzung seines eigenen Trainers zunehmend unaufhaltsam auf den Abstieg zu. „Am Ende haben wir heute deutlich unterstrichen, dass wir nicht daran vorbeikommen zu sagen, dass unser Weg – Stand heute – in die 2. Liga führt“, erklärte Frank Schmidt nach der 0:2-Niederlage am Samstag bei Werder Bremen.

Der 52-jährige rechnete nach dem elften sieglosen Spiel nüchtern vor, warum er kaum noch Hoffnung hat. „Wir müssten mehr Punkte aufholen im Schnitt, als wir im Schnitt nach 24 Spieltagen geholt haben“, sagte Schmidt.

Mit nur 14 Punkten und der schlechtesten Tordifferenz der Liga (-31) hat Heidenheim einen historisch schweren Stand – kein Verein schaffte seit Einführung der Drei-Punkte-Regel mit einer solchen Ausbeute zu diesem Zeitpunkt noch den Klassenverbleib.

Schmidt hält nichts von falschen Hoffnungen: „Der Glaube ist ungebrochen. Mit Hoffnung kommst du im Fußball sowieso nicht weit.“ Das Spiel in Bremen sei ein solcher Rückschritt gewesen, dass man sich mit dem Abstieg beschäftigen müsse „und jetzt viel Zeit hat, sich auf die 2. Liga vorzubereiten“.

Die Leistung im Weserstadion gab keinen Anlass zur Zuversicht. Der gebürtige Bremer und ehemalige Werder-Spieler Eren Dinkci übte deutliche Selbstkritik: „Ich hatte das Gefühl, bei uns waren nur Fehler dabei. Jeder, der den Ball hatte, war alleingelassen.“ Es habe nicht jeder für den einzelnen gekämpft. Der vom SC Freiburg ausgeliehene Offensivspieler forderte mehr Mut: „Wir müssen endlich mutig sein, mehr Eier in der Hose haben, um Fußball zu spielen. Wir sind in einer Situation, in der wir nichts mehr zu verlieren haben.“

Während die Heidenheimer mit dem Abstieg planen müssen, kletterten die Bremer nach ihrem ersten Sieg nach 13 Spielen zumindest vorübergehend auf den Relegationsplatz.

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