Reaktionen auf den Abstieg
Fortuna-Boss ledert gegen Profis: „Absolut nicht akzeptabel!“
17.05.2026 – 21:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Tränen, Entsetzen und brutale Kritik: Fortuna Düsseldorf steht nach dem Abstieg in die 3. Liga unter Schock. Vorstandsboss Alexander Jobst nimmt sich die Mannschaft vor.
Die Fans zwischen Wut und blankem Entsetzen, der Kapitän in Tränen aufgelöst, leere Blicke und pure Fassungslosigkeit bei allen Spielern: Nach der 0:3-Klatsche in Fürth und dem Abstieg in die 3. Liga steht Fortuna Düsseldorf komplett unter Schockstarre.
Zugleich werden nach dem blutleeren Auftritt Kritik und Vorwürfe laut. Vorstandsboss Alexander Jobst zählte nach Abpfiff die Profis an: „Jeder muss sich hinterfragen, ob er alles auf dem Platz gelassen hat. Wenn man die erste Halbzeit sieht, war das nicht so – das war absolut nicht akzeptabel!“
Niederlage in Fürth: Fortuna hatte alles in der Hand
Fortuna hatte in Fürth alles in eigener Hand, durfte nur nicht hoch verlieren. Schon nach zwei Minuten stand es 0:1, zur Pause lag die Mannschaft nach einer indiskutablen Vorstellung mit 0:3 hinten und war auf direktem Weg Richtung 3. Liga. „Zweimal hatten wir sogar noch Glück, wir dürfen nichts schönreden“, war auch Sportvorstand Sven Mislintat erschüttert.
Defensiv ohne Zugriff, offensiv ohne den gesperrten Torjäger Cedric Itten völlig harmlos – Düsseldorf ließ nur eine Woche nach dem Gala-Auftritt gegen Elversberg alles vermissen. „Die Mannschaft hat zwei Gesichter und das schlechtere zu oft gezeigt, um in der Liga zu bleiben“, musste Mislintat resignierend feststellen.
„Wir haben mit vielem gerechnet, aber in dieser Ausgangssituation so ein Ding so zu vergeigen, das ist auf Deutsch einfach Scheiße“, brachte Alexander Jobst den denkwürdigen Auftritt am Ronhof auf den Punkt. Leidenschaft und Identifikation mit Fortuna? Für den Vorstandsvorsitzenden komplette Fehlanzeige und auch emotional der Super-Gau: „Das ist brutal, das tut verdammt weh, vor allem für unsere Fans und die ganze Stadt, die mitgefiebert hat.“
Kastenmeier: „Schlimmster Tag meiner Karriere“
Bei Florian Kastenmeier brauchte es keine Worte, dem Kapitän war seine Gemütslage anzusehen. Minutenlang lag der Torhüter bei Vereinsarzt Ulf Blecker heulend in den Armen, stellte sich danach den Fans in der Kurve. Aber auch bei ihm, der sich so oft vor die Mannschaft gestellt hat, ist die Geduld offenbar aufgebraucht. „Wir haben alles vermissen lassen, es gibt keine Entschuldigung“, kritisierte Kastenmeier sichtlich angefasst.
Und der 28-Jährige ging in seiner ersten Analyse noch einen deutlichen Schritt weiter: „Ich habe keine Ahnung, was da in jedem Einzelnen vorgegangen ist. Wir hatten einen Match-Plan, aber wir haben uns gar nicht daran gehalten. Viele Spieler brechen einfach aus.“










