Fortuna empfängt Hertha BSC
Anfang setzt auf Leidenschaft – und Torjäger Itten
Aktualisiert am 20.03.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 3 Min.
Großer Schritt Richtung Rettung oder zurück in den Abstiegssumpf? Gegen Hertha ruhen bei Fortuna die Hoffnungen mal wieder auf Cedric Itten. Im Tor gibt’s ein Luxusproblem.
Die wohl beste Nachricht für alle Fortuna-Fans vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr): Torjäger Cedric Itten, bislang die Lebensversicherung der Düsseldorfer im Abstiegskampf, ist wieder fit.
Zuletzt hatte der Stürmer bei der Niederlage in Braunschweig passen müssen. Trainer Markus Anfang aber ist guter Dinge, dass er gegen den Hauptstadtklub wieder auf Itten zurückgreifen kann, wenn vielleicht auch nicht über die volle Distanz. Nach seinem individuellen Reha-Training konnte der Schweizer am Freitag wieder im Mannschaftstraining Gas geben. „Wir müssen abwarten, wie er auf die Belastung reagiert, aber wir denken positiv“, meint sein Trainer.
Ein weiterer Ausfall des Torschützen wäre gleich in zweifacher Hinsicht fatal. Zum einen ist die offensivschwache Fortuna, die nach wie vor die schlechteste Torausbeute aller Zweitligisten hat, ohne Itten einfach zu harmlos. An der Hälfte aller 24 Treffer war er direkt beteiligt. Zum anderen wackelt Marin Ljubicic, der in Braunschweig noch als Itten-Ersatz in der Startelf stand.
Dass die Union-Leihgabe angesichts von 13 Ausfällen im Fortuna-Kader in dieser Partie ans Limit und nach langer Zeit wieder über 90 Minuten gehen musste, holt den Angreifer jetzt offenbar ein. „Dass sein Körper auf die Belastung reagiert, ist ganz normal, aber wir dürfen keine Verletzung riskieren“, mahnt Markus Anfang. Ljubicic trainiert daher zurzeit nur individuell. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen und abwägen, was Sinn macht“, kündigt der Coach an.
Generell steht der Trainer gegen die Hertha vor einem Personalpuzzle, das er nach eigenen Worten selbst noch nicht wirklich gelöst hat. Wie besetzt man das Zentrum, wer steht auf dem Flügel zur Verfügung? Rückt Christopher Lenz, der ähnlich wie Itten wieder bereitsteht, direkt zurück in die Startelf? Bleibt Moritz Heyer auf der rechten Außenbahn? Läuft Sima Suso in der Dreierkette auf? „Wir müssen gut überlegen, wie wir starten und wer von Beginn an spielen kann“, grübelt Anfang noch.
Keine Frage ist für ihn die Besetzung der Torwart-Position, auch wenn es da für die Fortuna jetzt ein absolutes Luxusproblem gibt. Dem Kastenmeier-Vertreter Marcel Lotka hat Anfang noch einmal ausdrücklich „eine tolle Leistung“ bescheinigt. Meldet sich die etatmäßige Nummer eins aber fit zurück, wird er gegen Hertha auch zwischen den Pfosten stehen. „Flo ist unser Kapitän und hat zuvor auch seine Leistung gebracht. Wenn er mit seiner Maske gut klarkommt und grünes Licht gibt, werden wir ihn auf jeden Fall aufstellen“, hat sich Anfang festgelegt. Zurzeit testet Florian Kastenmeier die eigens für ihn angefertigte Spezialmaske, die das verletzte Auge schützen soll, im Training.









