In Italien

Forscher machen ungewöhnlichen Fund


17.03.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Sterbliche Überreste: Archäologen fanden eine historische Grabstätte. (Quelle: Facebook.com/Soprintendenza Archeologia Belle Arti e Paesaggio di Salerno )

Auf einer Baustelle entdecken Forscher eine Grabstätte aus der Antike. Bei einer genaueren Untersuchung machen sie eine überraschende Entdeckung.

Im italienischen Pontecagnano Faiano haben Forscher bei Ausgrabungen in mehr als 2.000 Jahre alten Kindergräbern Bronzegürtel entdeckt. Das sei ungewöhnlich, da diese Gürtel normalerweise nur in Gräbern erwachsener Männer beigelegt worden seien, teilte die zuständige Denkmalbehörde von der Provinz Salerno bei Facebook mit.

Die Gräber seien bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer früheren Tabakfabrik entdeckt worden, hieß es weiter. Sie seien Teil einer Nekropole, also einer historischen Grabstätte mit insgesamt 34 Ruhestätten. Die Experten datieren sie auf das 3. und 4. Jahrhundert vor Christus.

Bei der Untersuchung der Gräber haben die Forscher demnach entdeckt, dass die Gräber nach Familiengruppen organisiert gewesen seien. Insgesamt habe man 15 Kindergräber identifiziert. Die begrabenen Kinder wurden auf ein Alter zwischen zwei und zehn Jahren geschätzt.

In den Gräbern der Erwachsenen habe man ebenfalls Beigaben gefunden. Bei Männern seien dies Waffen, wie etwa Lanzen, gewesen, bei Frauen dagegen Ringe und Fibeln. Das sind Nadeln, die in der Antike als eine Art Sicherheitsnadel genutzt wurden. Daneben habe man auch eine geringe Menge Keramikgeschirr gefunden, so die Denkmalbehörde. Die Gaben sollen nun aufgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wie die italienische Zeitung „Il Mattino“ berichtete, habe die Ausgrabungsstätte bereits vor der offiziellen Stellungnahme der Denkmalbehörde viel Aufsehen erregt. So sollen mehrere Fotografen Fotos der Ausgrabungsstätte gemacht und in sozialen Medien veröffentlicht haben. Aus Sorge, dass die Fotos mögliche Grabräuber anziehen könnten, habe die örtliche Verwaltung deshalb ein Videoüberwachungssystem installiert und die Stelle stärker kontrollieren lassen.

Laut dem Bericht gibt es in der Küstenstadt im Süden Italiens bei jeder Baustelle archäologische Funde. Sie gehen meist auf die Volksstämme der Etrusker oder der Samniten zurück. In diesem Fall sollen die Stücke von den Samniten stammen.

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