Als Gefahrenzone markiert
„Dreckiger Eisberg“ entpuppt sich als Sensationsfund
Aktualisiert am 09.04.2026 – 11:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Durch einen Zufall tut sich vor einem Forscherteam im antarktischen Meer ein „dreckiger“ Eisberg auf. Jetzt müssen sich die Wissenschaftler einen Namen für eine neuentdeckte Insel ausdenken.
Ein internationales Forscherteam hat in dem antarktischen Weddellmeer eine Mini-Insel entdeckt, die bislang auf keiner Seekarte verzeichnet war. Die 93-köpfige Expedition ist seit Anfang Februar mit dem Eisbrecher „Polarstern“ in dem Gebiet unterwegs, wie das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) mitteilte. Der Fund sei ihnen durch einen Zufall gelungen.
Wie der AWI-Wissenschaftler Simon Dreutter erklärte, musste das Team wegen rauer Witterung hinter einer Insel Schutz suchen. Plötzlich sei ein „Eisberg“ aufgetaucht, der „irgendwie dreckig aussah.“ Schließlich habe sich bei genauerer Betrachtung herausgestellt, dass es sich um eine 130 Meter lange, 50 Meter breite und 16 Meter hohe Insel handele.
Die Insel sei auf der Seekarte lediglich als unerforschte Gefahrenzone verzeichnet gewesen – etwa eine Seemeile neben ihrer tatsächlichen Position. Nun sei die Insel mit einem Echolot und einer Drohne systematisch vermessen und erfasst worden.
Noch sei die Insel namenlos. Dafür müsse jetzt ein vorgesehener Prozess durchlaufen werden. Außerdem soll die Insel jetzt in internationalen Seekarten und in anderen wichtigen Datensätzen eingefügt werden.
