Ford elektrifiziert den Lieferwagen Transit

Mit der neuen Tochtergesellschaft „Ford Pro“ will der Autohersteller, der in Europa Nummer eins im Segment der leichten Nutzfahrzeuge ist, die Elektrifizierung seiner Transporterpalette vorantreiben. Den Anfang macht der neue Ford E-Transit, der von sofort an in zwei Leistungsstufen mit 184 und 269 PS starkem Elektromotor erhältlich ist. Die netto 68 kWh fassende Batterie stellt Energie für bis zu 317 Kilometer Reichweite zur Verfügung. Dank Schnellladefunktion kann der Akku in 35 Minuten auf 80 Prozent geladen werden. Die Preise für den mindestens 5,53 Meter langen Kastenwagen mit Einzelkabine beginnen bei 66.400 Euro. Auch mit Doppelkabine oder als Fahrgestell ist der elektrische Ford Transit im Angebot, dazu in drei Längen, mit drei verschiedenen Radständen, in zwei Dachhöhen und mit einem maximalen zulässigen Gesamtgewicht bis 4,25 Tonnen.

Klimaanlage und das jüngste Ford-Entertainmentsystem Sync 4 mit gut ablesbarem 12-Zoll-Zentralmonitor sind serienmäßig. Neu ist die optionale, 2,3 kW starke 230-Volt-Onboard-Steckdose, mit der beispielsweise die Fracht gekühlt oder externe Geräte betrieben werden können. Im nächsten Jahr folgen die in der Ein-Tonnen-Nutzfahrzeugklasse angesiedelten Elektroversionen der neuen Transit Custom und Tourneo Custom. 2024 bringt Ford die nächste Generation der kleineren Transit Courier und Tourneo Courier als E-Mobile für den urbanen Bereich auf den Markt.

Das eben aus der Taufe gehobenen „Ford Pro“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Übergang in die batterieelektrische Zukunft zu beschleunigen und gleichzeitig die Produktivität der Nutzfahrzeuge in der Flotte zu steigern. Gewerbekunden sollen die modernste Transporterpalette geboten bekommen, und sie sollen rund um den Fuhrpark mit praxisrelevanten Dienstleistungen und digitalen Lösungen unterstützt werden. Ein sogenanntes Rundum-sorglos-Paket bietet Softwarelösungen, Ladetechnologien, die Abwicklung von Service- und Wartungsdienstleistungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten. Das Angebot reicht von der Gratis-App für die Verwaltung kleiner Flotten mit bis zu fünf Transportern über ­Programmierschnittstellen für große Fuhrparks mit vorhandener Software bis zum kostenpflichtigen, webbasierten Telematik-Tool, mit dem sich nahezu in Echtzeit Daten zur Standortzuordnung, zum Fahrverhalten oder zum Kraftstoffverbrauch auswerten lassen.

Die Übertragung der benötigten Fahrzeugdaten erfolgt über das bordeigene Ford-Modem, mit dem Ford-Nutzfahrzeuge seit 2019 serienmäßig ausgestattet sind. Über ein Gerät eines Drittanbieters lassen sich aber auch ältere Modelle sowie Fahrzeuge anderer Marken integrieren. Dank des zuvor vom Kunden genehmigten Zugriffs auf die digitalen Fahrzeuginformationen könne Ford Pro Service beispielsweise Wartungs- und Reparaturbedarfe frühzeitig erkennen, erforderliche Ersatzteile termingerecht beschaffen und somit servicebedingte Stand- und Ausfallzeiten der Transporter um bis zu 60 Prozent reduzieren, sagt Ford.

Zum Angebot gehören zudem mobile Ford-Transit-Werkstattwagen, die als rollende Wartungsdienste arbeiten. Das Personal könne Reparaturarbeiten direkt beim Kunden vor Ort ausführen. Ford Pro Charging berät über effektive Ladestrategien, ermöglicht mit einheitlichen Ladekarten den Zugang zu mehr als 300.000 Ladepunkten in Europa oder sorgt mit zentraler Rechnungsstellung für die Rückerstattung angefallener Stromkosten, wenn Mitarbeiter den elektrischen Firmentransporter über Nacht zu Hause laden.

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