Pilot schildert Attacke im Cockpit

„Dann werden 170 Passagiere sterben“


Aktualisiert am 02.10.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Flydubai-Pilot im Video: „Ich durfte sie nicht sterben lassen.“

Der Copilot greift mit einem Messer an, ein Flugzeug droht abzustürzen. Dass der Vorfall so glimpflich ausging, liegt auch an Smit Machchhar. Er schildert die chaotischen Minuten.

Der Pilot der Flydubai-Maschine hat sich am Freitag in einem längeren Gespräch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi zu den entscheidenden Minuten an Bord geäußert. Smit Machchhar schilderte: „Ich kämpfte um mein Leben. In dem Moment wurde mir klar: Wenn ich keinen Mut zeige, werden 170 Passagiere sterben.“ Ein Mitschnitt des Videotelefonats wurde von der indischen Regierung auf X verbreitet.

Auf den Bildern ist Machchhar in seinem Krankenhausbett zu sehen. Er soll am Mittwoch von seinem Copiloten mit einem Messer attackiert worden sein. Laut Augenzeugenberichten drangen in der Folge Passagiere in das Cockpit ein und überwältigten den Angreifer. Eine zweite Crew, die sich zufälligerweise an Bord befand, habe die Maschine schließlich sicher in Saudi-Arabien zur Landung gebracht, hieß es.

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Ein Flug der Airline „Flydubai“ machte in den vergangenen Tagen Schlagzeilen, weil es zu einem gewaltsamen Zwischenfall im Cockpit gekommen war. Berichten zufolge verletzte der Co-Pilot seinen Kollegen mit einem Messer und versuchte das Flugzeug absichtlich zum Absturz zu bringen. Dank des Eingreifens einiger Passagiere konnte der Co-Pilot überwältigt werden, sodass alle Insassen den Vorfall überlebten. Smith Machchhar, der Pilot des Fluges FZ1073, wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Von dort aus schildert er in einem Videocall dem indischen Premierminister Modi die Ereignisse im Cockpit. Er sei aufgrund seiner Verletzung zu Boden gegangen. Da er seit 17 Jahren fliege und seit 11 Jahren Kapitän sei, wusste er, was geschah, selbst mit geschlossenen Augen. Er wisse nicht wie, doch irgendwie habe er es geschafft, die Tür zu öffnen und die Passagier ins Cockpit zu lassen. Das Motiv für den Angriff ist laut der emiratischen Fluggesellschaft noch unklar. Fly Dubai rief dazu auf, während der noch andauernden Ermittlungen von Spekulation abzusehen.

Attacke im Cockpit: Pilot wird als „Held“ gefeiert

Machchhar beschrieb, er habe sich mühsam zur Cockpit-Tür vorgekämpft: „Ich wurde selbst dann noch angegriffen, aber ich öffnete einfach die Tür und alle kamen herein.“ Er sei gläubiger Hindu und habe während des Angriffs Stoßgebete an die Schutzgottheit Hanuman gerichtet. Sein Glaube sei das Erste, woran er in Situationen der Gefahr denke.

Straßenszene aus Mumbai: Zu Ehren von Smit Machchhar malt ein Mann sein Porträt. (Quelle: Rafiq Maqbool/dpa)

Bereits am Donnerstag hatte Narendra Modi Machchhar als „Helden“ bezeichnet. In dem nun veröffentlichten Gesprächsausschnitt nennt Machchhar Modi wiederum seinen persönlichen Helden und erklärt, welche Ehre es sei, mit ihm zu sprechen. Modi vertritt einen hindunationalistischen, rechtskonservativen Kurs.

Im Video | Mehrere Passagiere stoppten den Angreifer und retteten das Flugzeug

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Die Hintergründe des Vorfalls sind weiterhin unklar. Mitglieder der israelischen Regierung gehen von einem versuchten Terroranschlag aus. Zu dem Motiv des Copiloten gibt es keine gesicherten Informationen. Der Großteil der 174 Passagiere an Bord stammte aus Israel.

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