Rund 300 Beschäftigte betroffen
Flughafendienstleister stellt Betrieb ein
02.11.2025 – 15:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Zukunft für rund 300 Beschäftigte ist unklar: Der Flughafendienstleister Aviapartner Düsseldorf stellt den Betrieb ein. Die Gewerkschaft übt heftige Kritik.
Nach derzeitigem Stand verlieren die rund 300 Beschäftigten mit der Einstellung des Betriebs ihren Arbeitsplatz. Am Donnerstag hatte die Gewerkschaft Verdi die Flughafen Düsseldorf GmbH sowie das Land Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, sich aktiv an Sozialplanverhandlungen zu beteiligen und Lösungen zur Beschäftigungssicherung zu finden.
„Die Beschäftigten von Aviapartner haben engagiert und zuverlässig gearbeitet. Ihre Arbeit wurde gebraucht, das haben die letzten zwei Jahre deutlich gezeigt. Diese Entlassungen werden sich spätestens im Frühjahr rächen, wenn der Sommerflugverkehr wieder anläuft“, sagte die zuständige Gewerkschaftssekretärin Linda Malolepszy.
Sie übte zudem Kritik am Umgang mit den Beschäftigten: Noch während die Betriebseinstellung bekanntgegeben wurde, seien ihnen ihre Vorfeld-Zutrittsberechtigungen entzogen worden. Um persönliche Gegenstände aus den Spinden zu holen, konnten sie laut Verdi nur unter Polizeibegleitung ein letztes Mal ihren Arbeitsplatz betreten. „Die Kolleginnen und Kollegen fühlten sich behandelt, als ginge eine Gefahr von ihnen aus – dabei waren sie es, die den Betrieb jahrelang am Laufen hielten“, so Malolepszy.
Der generalbevollmächtigte Rechtsanwalt Georg Heidemann teilte am Dienstag mit, er bedauere die Entwicklung für die betroffenen Mitarbeiter sehr. „Aber ohne einen Erwerber, der neues Kapital investiert hätte, gibt es zur Betriebsstilllegung leider keine Alternative.“
In wirtschaftliche Schwierigkeiten kam Aviapartner Düsseldorf bereits im Jahr 2023: Der Dienstleister hatte in dem Jahr seine Lizenz für das Be- und Entladen von Luftfahrzeugen sowie für die Gepäckabfertigung verloren. Seitdem war er als Subunternehmer für ein anderes Bodenabfertigungsunternehmen am Flughafen Düsseldorf tätig. „Vom Verlust der eigenen Lizenz hatte sich der Flughafendienstleister in einem hoch kompetitiven Wettbewerbsumfeld nicht mehr erholt“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.










