Verdacht auf Hantavirus

Plötzlich Symptome: Flugbegleiterin in Klinik eingeliefert


Aktualisiert am 07.05.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Krankenwagen stehen am Flughafen Schiphol hinter einem Evakuierungsflugzeug: Eine Flugbegleiterin hatte offenbar Kontakt zu einer Hantavirus-Patientin, die später starb. (Quelle: Michel Van Bergen/dpa)

Das Hantavirus grassiert weiter: Eine Flugbegleiterin zeigt Symptome und wird unter Spezialbedingungen untersucht. Sie hatte Kontakt zu einer mittlerweile toten Virus-Patientin.

Eine Flugbegleiterin aus Haarlem in den Niederlanden wurde wegen des Verdachts auf eine Hantavirus-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert. Sie hatte in der südafrikanischen Stadt Johannesburg Kontakt zu der 69-jährigen Niederländerin, die sich vermutlich auf dem Kreuzfahrtschiff „MS Hondius“ angesteckt hatte und einen Tag später an dem Virus verstarb. Das niederländische Gesundheitsministerium bestätigte „RTL Nieuws“, die Flugbegleiterin habe leichte Symptome und befinde sich in Isolation im Amsterdamer Universitätsklinikum.

Im Video | Hantavirus: Hier kommt die deutsche Patientin in NRW an

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Quelle: dpa

Die Flugbegleiterin war dem Bericht zufolge für die niederländische Fluggesellschaft KLM tätig. Diese teilte am Mittwoch mit, am 25. April habe sich eine niederländische Staatsangehörige kurzzeitig an Bord einer KLM-Maschine in Johannesburg befunden. „Aufgrund des Gesundheitszustands der Passagierin entschied die Crew, sie nicht an Bord zu lassen“. Die offenbar kranke Frau starb später mutmaßlich am Hantavirus. Der KLM-Flieger hob ohne sie ab und brachte die restlichen Passagiere nach Amsterdam. Vorsorglich würden alle Passagiere dieses Fluges kontaktiert.

Weiter teilte die Airline mit, bisher seien international nur wenige Fälle bekannt geworden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolge nur bei sehr beengtem Kontakt. Wie sich die Flugbegleiterin angesteckt haben könnte, ist unklar. Noch gibt es keine Bestätigung, dass sie überhaupt am Hantavirus erkrankt ist.

Insgesamt starben bisher drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „MS Hondius“ mutmaßlich am Hantavirus, darunter eine Deutsche. Die „MS Hondius“ befand sich am Donnerstagvormittag rund 200 Kilometer von Kap Verde entfernt, wie auf dem Portal vesselfinder.com zu sehen war. Vor der Inselgruppe hatte das Kreuzfahrtschiff tagelang vor Anker gelegen.

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