Gut zu wissen
Ist die Flüssigkeit auf Senf unbedenklich?
Aktualisiert am 13.02.2026 – 11:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Senf sorgt für Würze. Manchmal setzt sich bei Senfgläsern aber eine Flüssigkeit auf der gelben Masse ab. Ist das ein Zeichen dafür, dass der Senf schlecht ist?
Senf hat fast jeder im Kühlschrank, er schmeckt aber nicht nur zu Bockwurst und Eiern. Die Paste aus meist brauner oder gelber Senfsaat kann ganz vielfältig in der Küche eingesetzt werden.
Bei der Flüssigkeit, die sich manchmal auf dem Senf bildet, handelt es sich um Öl der Senfsaat. Mit der Zeit kann es passieren, dass es sich oben absetzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass er schlecht geworden ist. Im Gegenteil sorgt das Öl sogar dafür, dass der Senf länger haltbar ist. Das Öl ist also keinesfalls schädlich und Sie können es vor dem Essen einfach wieder unterrühren.
Auch der Schärfegrad des Senfs entsteht durch die Senfsaat. Dabei ist das Verhältnis von brauner und gelber Senfsaat entscheidend. Als Faustregel gilt: Je mehr braune Saat ein Senf enthält, desto schärfer ist er.
Süßer Senf wird beispielsweise aus vorwiegend gelber Senfsaat mit Honig oder Zucker hergestellt. Er ist besonders beliebt als Dip zu Weißwürsten, Laugenbrezeln oder Leberkäse – also eher milden Speisen.
Aus gelber und brauner Senfsaat entsteht mittelscharfer Senf, der gut für Senfsoßen, Kassler, Grünkohl oder Wurst geeignet ist – also eher deftigere Gerichte. Scharfer Senf wird hingegen hauptsächlich aus brauner Senfsaat hergestellt und kann wie mittelscharfer Senf verwendet werden. Ein besonders feiner, scharfer Senf ist der Dijon-Senf.
Die Senfpflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler. Sie enthält unter anderem stechend-scharfe Geruchsstoffe – sogenannte Glucosinolate – die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und gesundheitsfördernde Eigenschaften haben. Senf soll beispielsweise verdauungsfördernd, appetitanregend und antimikrobiell wirken. Ein altes Hausmittel, das den Stoffwechsel ankurbeln soll, ist etwa die Einnahme von einem Löffel Senf auf nüchternen Magen.
Senf passt zu vielen Gerichten, da er den Geschmack abrunden kann. Süßen oder mittelscharfen Senf können Sie etwa gut für die Herstellung von Dressings verwenden. Denn dort sorgt er dafür, dass sich Essig und Öl besser verbinden.
