Nächtliche Krawalle

Flaschenwürfe nach WM-Aus – Polizei nimmt sieben Personen fest

30.06.2026 – 16:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Enttäuschte Deutschland-Fans (Symbolbild): Bei Einigen schlug die Enttäuschung in blanke Aggression um. (Quelle: Florian Gaertner/photothek.net/imago)

Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft eskalierte in der Nacht eine Public-Viewing-Veranstaltung am Uber Platz. Unter den Festgenommenen sind auch zwei Minderjährige.

Die deutsche Mannschaft war gerade ausgeschieden, als am Uber Platz in Friedrichshain die Stimmung kippte. Gegen 1:30 Uhr in der Nacht zum Montag kam es nach dem Public Viewing zur Fußball-WM zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Personen, wie die Polizei Berlin mitteilte. Die Lage breitete sich demnach über nahezu den gesamten Platz aus.

Aus der Menge flogen Glasflaschen – auf Polizisten und auf andere Anwesende. Ein unbeteiligter Mann wurde von einer Flasche getroffen, blieb nach Angaben der Polizei aber augenscheinlich unverletzt und lehnte eine ärztliche Behandlung ab.

Insgesamt nahm die Polizei sieben Personen fest: eine 47-Jährige, eine 16-Jährige, eine 14-Jährige, einen 22-Jährigen, zwei 18-Jährige und einen 17-Jährigen. Eine 16-Jährige soll laut Polizei mehrere Glasflaschen auf Personengruppen geworfen haben. Sie selbst soll zuvor von einem bislang unbekannten Mann beleidigt und geschlagen worden sein.

Polizei setzt Reizgas ein

Als Einsatzkräfte die 16-Jährige festnahmen, versuchten mehrere Personen, die Festnahme zu verhindern. Die Polizei forderte sie auf, zurückzubleiben, und drohte den Einsatz von Reizgas an, heißt es in der Mitteilung weiter.

Da die Personen weiter näher gekommen seien, setzten die Beamten das Reizstoffsprühgerät ein. Ein bislang unbekannter Mann wurde dabei im Gesicht getroffen und entfernte sich anschließend in der unübersichtlichen Lage vom Ort.

Die 16-Jährige erlitt bei ihrer Festnahme durch herumliegende Glasscherben Verletzungen am Kopf. Sie kam in ein Krankenhaus und wurde nach der Behandlung sowie einer Blutentnahme ihrer Mutter übergeben. Alle anderen Festgenommenen kamen wieder auf freien Fuß.

Zwei Polizisten erlitten bei dem Einsatz leichte Verletzungen, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.

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