Widerstand gegen Infantino

Italien entzieht Fifa-Chef die Unterstützung

26.08.2026 – 16:15 UhrLesedauer: 1 Min.

Gianni Infantino: Der Schweizer steht schwer in der Kritik. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK/imago)

Mit seinen WM-Plänen manövrierte sich Gianni Infantino in den vergangenen Wochen ins Abseits. Der Verband einer europäischen Topnation rückt nun von ihm ab.

Der italienische Fußballverband FIGC hat seine Unterstützung für eine Wiederwahl von Fifa-Präsident Gianni Infantino zurückgezogen. Bei der nächsten Wahl beim Fifa-Kongress im März 2027 werde der Verband nicht mehr für den Schweizer stimmen, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung.

Auslöser ist der Konflikt um Infantinos Pläne, private Investoren in künftige WM-Geschäften einzubinden. Der Fifa-Chef hat diese inzwischen zurückgenommen, in der Fußballwelt hatten sie jedoch massive Empörung ausgelöst. Die FIGC erklärte, mit dem Schritt die eigene Position in der Angelegenheit „klar und transparent“ darlegen zu wollen.

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Uefa will Infantinos Wiederwahl verhindern

„Wir werden weiterhin an der Seite der Uefa und der anderen europäischen Verbände daran arbeiten, eine Vorstellung von Fußball zu fördern, die auf Leistung, Solidarität, Nachhaltigkeit und der zentralen Bedeutung der Fans beruht“, sagte FIGC-Präsident Giovanni Malagò. Der Verband stehe für einen Fußball, der wachse, sich weiterentwickle und seine grundlegenden Prinzipien verteidige.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) will Infantinos Wiederwahl beim kommenden Fifa-Kongress verhindern und hatte einen Boykott aller Fifa-Wettbewerbe angekündigt. Auch Weltmeisterschaften waren darin eingeschlossen.

Wenige Tage vor der U20-WM der Frauen in Polen soll die Uefa die Drohung unbestätigten Medienberichten zufolge aber wieder zurückgezogen haben.

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