Nach Erpressungs-Vorwurf

Mit acht Monaten Verzögerung: Fifa begleicht Schulden


07.08.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Gianni Infantino: Der Fifa-Präsident steht massiv unter Druck. (Quelle: Bradley Collyer/PA Wire/dpa/dpa-bilder)

Nach monatelanger Verzögerung überweist die Fifa dem jordanischen Verband die ausstehenden Prämien. Zuvor hatte dessen Präsident den Weltverband öffentlich der Erpressung bezichtigt.

Acht Monate nach dem Endspiel des Arabien-Pokals hat die Fifa dem jordanischen Fußballverband (JFA) die noch offenen Prämien für den Finaleinzug überwiesen. Das teilte JFA-Präsident Ali bin al-Hussein am Donnerstag über soziale Medien mit. Die Auszahlung erfolgte nur zwei Tage, nachdem al-Hussein dem Weltverband öffentlich Erpressung vorgeworfen hatte.

Im Dezember 2025 hatte Jordanien das Finale des Arabien-Pokals erreicht, unterlag dort jedoch Marokko mit 2:3. Die Prämien für diesen sportlichen Erfolg ließ die Fifa ungewöhnlich lange auf sich warten. Erst jetzt, nach anhaltender Kritik, wurde die Summe an den Verband ausgezahlt.

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Al-Hussein hatte zuvor erklärt, ihm sei signalisiert worden, dass eine Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino mit einer schnelleren Auszahlung der Gelder verknüpft sei. Trotz der nun erfolgten Zahlung bleibt der JFA-Präsident bei seiner kritischen Haltung gegenüber der Fifa-Führung.

Fifa-Zahlung acht Monate zu spät?

Auf der Plattform „x“ schrieb er nach einer kurzen Danksagung: „Diese Mittel hätten bereits vor acht Monaten ausgezahlt werden sollen. Auch wenn dies für unsere Spieler eine positive Entwicklung ist, ändert dies nichts an den ernsthaften Bedenken, die wir in der Fußballwelt hinsichtlich der Fifa-Führung hegen, und auch nichts an dem, was unsere Fußballverbände in der Vergangenheit erdulden mussten.“

Weiter führte al-Hussein aus: „Dies ist symptomatisch für genau jene Schwierigkeiten, mit denen wir alle konfrontiert sind und die in der Regel mit den Fifa-Präsidentschaftswahlen verbunden sind. Und es ändert nichts an meiner klaren Haltung bezüglich der Führung der Fifa: Mein Verband und ich werden Präsident Infantino weder unterstützen noch für ihn stimmen.“

Gianni Infantino, seit 2016 Präsident des Weltverbands, strebt beim Fifa-Kongress im März 2027 eine weitere Amtszeit bis 2031 an. Bislang hat sich kein offizieller Gegenkandidat zur Wahl gestellt. Als möglicher Herausforderer gilt Nasser Al-Khelaifi, Präsident von Paris Saint-Germain.

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