Nach Vorwurf des sexuellen Übergriffs

Fifa streicht Schiedsrichter von WM-Liste


16.05.2026 – 09:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Rob Dieperink: Der Schiedsrichter pfeift vor allem in der Eredivisie. (Quelle: IMAGO/Pieter van der Woude/imago)

Eigentlich sollte Rob Dieperink bei der Weltmeisterschaft im Einsatz sein. Doch dazu wird es jetzt aufgrund eines schweren Vorwurfs nicht kommen.

Schiedsrichter Rob Dieperink wird nicht wie geplant an der bevorstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen. Das bestätigte die Fifa „The Athletic“. Der Weltverband habe den Niederländer von der Liste der Referees für das Turnier gestrichen. Dieperink war als Videoschiedsrichter vorgesehen.

Grund dafür ist laut Bericht der Vorwurf eines sexuellen Übergriffs auf einen minderjährigen Jungen in London. Dieser habe sich jedoch nicht bestätigt. Dennoch sei zu erwarten, dass die Fifa Dieperink nun durch den französischen Schiedsrichter Willy Delajod ersetzen werde.

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Der Vorfall soll sich am 9. April ereignet haben. Ein Sprecher der Londoner Polizei erklärte, dass Beamte auf eine Meldung eines sexuellen Übergriffs auf einen Teenager reagiert hätten. Ein Mann in den Dreißigern sei daraufhin festgenommen worden. Im Anschluss seien „alle verfügbaren Beweise“ von den Polizisten überprüft worden, inklusive Überwachungskameramaterial und digitale Geräte.

„Nach diesen Ermittlungen kamen sie zu dem Schluss, dass die Beweisanforderungen nicht erfüllt waren. Es werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen“, so der Sprecher.

Dieperink: „Es macht mich sehr traurig“

Der niederländische Fußballverband KNVB habe sich laut „The Athletic“ hinter Dieperink gestellt und dem 38-Jährigen seine Unterstützung zugesagt. Der Schiedsrichter selbst äußerte sich gegenüber der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ zu seinem Ausschluss von der Weltmeisterschaft.

„Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde“, betonte Dieperink „Ich habe bei den polizeilichen Ermittlungen voll und ganz kooperiert und mich auch gegenüber der Fifa, der Uefa und dem KNVB sofort völlig offen gezeigt.“ Dem Bericht nach war der Fall nach der gründlichen polizeilichen Untersuchung bereits nach zwei Wochen eingestellt und die Vorwürfe widerlegt worden.

Dieperink zeigte sich dankbar über die Unterstützung des KNVB. Dass die Fifa ihn nun nicht mehr an der WM teilnehmen lassen will, trifft ihn wiederum. „Darüber bin ich natürlich enttäuscht“, sagte der Referee.

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