Mehr als 28.000 Euro fürs Finale

Fifa-Boss verteidigt WM-Ticketpreise

11.06.2026 – 20:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Fifa-Präsident Gianni Infantino: Er sieht die WM als Riesenereignis. (Quelle: Eduardo Verdugo/AP/dpa/dpa-bilder)

Fifa-Chef Gianni Infantino hat Kritik an den hohen Ticketpreise bei der am Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft zurückgewiesen. Die Preise seien „angemessen“, sagte er.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich hinter die Ticketpreise der Fußball-WM gestellt. Dabei waren gerade erst wieder die Diskussionen losgestoßen worden, als es um die Preise für das WM-Finale ging, die bei teilweise über 28.000 Euro liegen.

Gleichzeitig laufen in drei US-Bundesstaaten Ermittlungen gegen den Weltverband – wegen möglicher Verstöße gegen Verbraucherschutzrecht und irreführender Ticketvergabepraktiken.

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In Kalifornien hat der Generalstaatsanwalt ein Schreiben an die Fifa geschickt. Darin prüft er mögliche Verstöße gegen kalifornisches Verbraucherschutzrecht. Die Generalstaatsanwältinnen von New Jersey und New York haben eine Untersuchung wegen möglicherweise irreführender Ticketvergabepraktiken eingeleitet. Die Ermittlungen verfolge er „sehr relaxed“, erklärte Infantino.

Infantino sagte: „Es ist nicht so, dass jemand aufwacht und die Preise festlegt.“ Er verwies auf Ticketpreise anderer Topsportarten in den USA. Der Einstiegspreis von 60 Dollar für WM-Karten sei dort der niedrigste im Vergleich – ebenso der Durchschnittspreis von 500 Dollar. Infantino betonte: „Bevor wir 6,5 Millionen Tickets verkauft haben, haben wir uns mit den besten Anwälten abgesprochen.“

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Besonders die Preise auf dem von der Fifa abgesegneten Zweitmarkt hatten die Gemüter erhitzt. Für das Finale in New Jersey wurden dort Hospitality-Pakete für bis zu 600.000 Euro angeboten. Zwischenzeitlich standen sogar Endspiel-Tickets für mehrere Millionen Euro zum Verkauf. Gruppenspiele zwischen Außenseitern wie Haiti und Schottland oder Ghana und Panama waren ab 330 beziehungsweise 440 Euro zu haben.

Das Vorgehen seines Verbandes verteidigte Infantino auch grundsätzlich: „Jeder Dollar, den wir generieren, fließt zurück in den Fußball.“ Wer investiere etwa im Südsudan, fragte er – und antwortete selbst: „Wir tun es.“ Möglich sei das dank der Erträge der Fifa.

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