Konkurrenzkampf in der Luftfahrt

Diese deutsche Fluggesellschaft sagt Lufthansa den Kampf an

Aktualisiert am 04.05.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Condor-Flieger nach dem Start in Frankfurt am Main (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Sven Severing/imago)

Lufthansa steckt nach hundert Jahren in der Krise. Zuletzt stellte die Tochter CityLine den Flugbetrieb ein. Nun meldet Rivale Condor auf dem Heimatmarkt selbstbewusst Ansprüche an.

Gegenwind für die Lufthansa auf dem Heimatmarkt. Rivale Condor sagt der Fluglinie den Kampf an. Condor-Chef Peter Gerber erklärte laut einem Bericht des Tourismusbranchenblatts „fvw“: „Wir sind der einzige wachsende Wettbewerber in Deutschland.“ Wachstumspotenzial sieht Gerber vor allem bei Flügen in die Karibik und nach Nordamerika.

Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf das Drehkreuz Frankfurt und auf seine große Zahl an Airbussen des Typs A330 neo, der laut Gerber rund ein Viertel weniger Sprit benötigt als ältere Flugzeugtypen, die von Konkurrent Lufthansa eingesetzt werden.

Zur Erinnerung: Condor wurde aus dem insolventen Reiseveranstalter Thomas Cook herausgelöst. Die Corona-Pandemie bewältigte der Ferienflieger nur mit staatlicher Hilfe. Condor hat nach Angaben Gerbers ihren KfW-Kredit aus der Coronazeit in Höhe von 175 Millionen Euro vollständig und sechs Monate vor der Frist zurückgezahlt. Derzeit halten die Bundesrepublik und das Land Hessen über die SG Luftfahrtgesellschaft noch eine Minderheit von 49 Prozent an der Fluggesellschaft.

Doch zieht der Umsatz der Fluggesellschaft an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 (30. September) stieg nach Unternehmensangaben der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 25,2 Prozent auf 151 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Verlust hingegen um 13,7 Prozent auf 110,43 Millionen Euro.

Allerdings machen die Krise am Golf und steigende Kerosinpreise auch Condor zu schaffen. So forderte Gerber zuletzt ein befristetes Aussetzen des Emissionshandels, um die Ticketpreise zu stabilisieren. Dies wäre der einfachste Weg, „auch die Verbraucher im zweiten Halbjahr vor hohen Preisen zu bewahren“, sagte er im vergangenen Monat dem Sender ARD: „Damit könnte man relativ leicht diese Spekulations-Spritpreise aus dem Markt nehmen. Und dann wäre es womöglich für alle ein ganz entspannter Sommer“, fügte der Manager hinzu.

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