Antwort auf die FIFA-Ehrung Trumps
FC St. Pauli verleiht eigenen „Peace Prize“ in den USA
13.04.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Besondere Preisverleihung des FC St. Pauli: Der Hamburger Club nennt sie einen bewussten Gegenentwurf zur FIFA-Ehrung des US-Präsidenten. Der erste Preisträger betreibt eine Bar in Minnesota.
Der FC St. Pauli hat in den USA einen „Peace Prize“ ins Leben gerufen, unter anderem als Replik auf US-Präsident Donald Trump. Erster Preisträger ist der Betreiber der Bar „Black Hart of St. Paul“ im US-Bundesstaat Minnesota. Das Lokal diene als Treffpunkt für Fußballfans und als inklusiver Raum für die queere Community, heißt es in einer Clubmitteilung.
Den Anlass für den Friedenspreis vom FC St. Pauli lieferte die FIFA: Im Dezember hatte der Weltverband bei der WM-Auslosung US-Präsident Donald Trump mit einem „Peace Prize“ ausgezeichnet. Das sei „ein Schritt, der den Fußball für politische Symbolik vereinnahmt hat“, heißt es in der Mitteilung des Clubs. Der eigene Preis sei „ein bewusster Gegenentwurf“ dazu. „Im Mittelpunkt stehen keine Machtfiguren, sondern Menschen, die im Alltag Verantwortung übernehmen und demokratische Teilhabe konkret stärken.“
Mit dem Preis wolle der Club Menschen und Initiativen würdigen, die sich für Solidarität und Teilhabe einsetzen, so die Mitteilung weiter. Die Clubführung beklagt nach eigenen Angaben Entwicklungen in den USA, „in denen autoritäre Tendenzen und gezielte Einschränkungen von Rechten und Freiheiten zu beobachten sind“. Zusätzlich zur Preisvergabe hat der Club einen neuen Instagram-Kanal für die USA gestartet.











