Ex-Bundesliga-Profi im Visier

„Entmenschlichend“: Liverpool wütet nach Hass-Attacken

20.03.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Ibrahima Konaté (r.) neben Hugo Ekitiké: Die „Reds“ stärken dem Verteidiger den Rücken. (Quelle: IMAGO/Simon Stacpoole)

Liverpool verurteilt die rassistischen Beschimpfungen gegen seinen Abwehrspieler scharf. Der Klub sieht die Social-Media-Plattformen in der Pflicht.

Der FC Liverpool hat rassistische Anfeindungen gegen Innenverteidiger Ibrahima Konaté verurteilt und die Social-Media-Unternehmen zum Handeln aufgefordert. „Diese Plattformen verfügen über die Macht, die Technologie und die Ressourcen, um diesen Missbrauch zu verhindern, doch allzu oft scheitern sie daran“, hieß es in einer Stellungnahme.

Weiter schrieb der englische Meister: „Es ist eine Entscheidung, rassistischen Hass ungehindert ausbreiten zu lassen – und sie schadet weiterhin Spielern, Familien und Gemeinschaften im gesamten Spiel.“

Der frühere Leipziger Konaté war im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Galatasaray am vergangenen Mittwoch mit seinem Gegenspieler Victor Osimhen aneinandergeraten. Der Stürmer der Türken musste zur Halbzeit mit einem Armbruch ausgewechselt werden. Der Vorfall führte dazu, dass Konaté im Netz angefeindet wurde.

Die „Reds“ wehren sich nun gegen die Vorwürfe an den Franzosen. „Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel. Es ist entmenschlichend, feige und wurzelt in Hass. Rassismus hat keinen Platz im Fußball, keinen Platz in der Gesellschaft und nirgends – online oder offline“, stellte Liverpool klar. Es sei ein Makel der Internet-Plattformen, dass Hass-Attacken von anonymen Nutzerkonten möglich seien. „Der gesamte Fußball muss zusammenstehen und klar und ohne Kompromisse sagen, dass dies nicht toleriert wird“, mahnte der Klub.

„Unsere Spieler sind keine Zielscheiben. Sie sind Menschen“, betonte Liverpool weiter und bezeichnete die Beschimpfungen oft anonymer Accounts als „Schandfleck für das Spiel und die Plattformen, die dies ermöglichen“. Die Verantwortlichen würden, wenn irgend möglich, zur Rechenschaft gezogen, Konaté habe die volle Unterstützung des Klubs.

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