Trotz zweier Titel
300 Millionen Euro – Englischer Topklub meldet Rekordverlust
01.04.2026 – 17:09 UhrLesedauer: 1 Min.
In keiner Fußballliga werden so große Summen bewegt wie in der englischen Premier League. Ein Spitzenverein hat sich so trotz großer Einnahmen einen gewaltigen Verlust eingehandelt.
Der FC Chelsea hat für das am 30. Juni 2025 endende Geschäftsjahr einen Vorsteuerverlust von umgerechnet 300,95 Millionen Euro (262,4 Millionen Pfund) verbucht. Das ist der höchste, jemals in der Premier League gemeldete Verlust dieser Art. Als Ursache nennt der Londoner Klub gestiegene Betriebskosten.
Die Jahresabschlüsse hat Chelsea beim Companies House eingereicht, wie der Klub am Mittwoch mitteilte. Den bisherigen Premier-League-Rekord hielt Manchester City mit einem Vorsteuerverlust von 226,5 Millionen Euro (197,5 Millionen Pfund) aus der Saison 2010/11. Den internationalen Negativrekord hält der FC Barcelona: 555 Millionen Euro aus der Saison 2020/21.
Im vergangenen Monat hatte Chelsea zudem eingeräumt, gegen Premier-League-Regeln verstoßen zu haben. Es ging um nicht offengelegte Zahlungen von rund 54,5 Millionen Euro (47,5 Millionen Pfund) aus der Zeit unter dem früheren Eigentümer Roman Abramowitsch. Der Klub wurde mit einer Geldstrafe von 12,3 Millionen Euro (10,75 Millionen Pfund) belegt und erhielt eine einjährige, zur Bewährung ausgesetzte Transfersperre.
Trotz des Rekordverlusts meldete Chelsea einen Umsatz von rund 563 Millionen Euro (490,9 Millionen Pfund) – den zweithöchsten der Klubgeschichte. Chelsea führt das auf gestiegene Fernseheinnahmen, die Teilnahme an der Klub-WM sowie den Gewinn der Conference League zurück.











