Bayern bei Real Madrid
„Hier gelten manchmal andere Gesetze“
Aktualisiert am 07.04.2026 – 15:05 UhrLesedauer: 5 Min.

FC Bayern tritt beim wohl schwierigsten Spiel Europas an – im Bernabéu gegen Real Madrid. Für die Münchner geht es auch darum, einen 14 Jahre alten Fluch zu brechen.
Aus Madrid berichtet Julian Buhl
Vincent Kompany musste noch einmal nachfragen, bevor er diese Frage am Dienstagabend im Estadio Santiago Bernabéu bei der Abschlusspressekonferenz des FC Bayern beantworten konnte. Wie er mit einer bestimmten Sache umgehen würde, wurde er von einem Reporter auf Englisch mit starkem spanischem Akzent gefragt. Das entscheidende Wort, das Kompany nicht genau verstanden hatte, lautete: failure. Auf Deutsch bedeutet das: Versagen.
Kein Wunder, dass Kompany sich dabei so schwertat, es zu verstehen. Denn eigentlich existiert dieses Wort in seinem so positiv ausgerichteten Mindset nämlich gar nicht. Statt der Angst, in bestimmten Situationen möglicherweise versagen zu können, sieht Kompany stattdessen stets die Chancen, die solche Momente gleichzeitig auch immer mit sich bringen. Und genau das versuchte der 39-Jährige nun auch seiner Mannschaft vor seinem 100. Pflichtspiel zu vermitteln. Mit dem Viertelfinal-Hinspiel am Dienstagabend (21 Uhr im Liveticker bei t-online) bei Real Madrid ist das ein ganz besonderes. Es ist die wohl größte Prüfung für ihn und sein Team in seiner bisherigen Amtszeit beim FC Bayern.
„Wir bereiten uns auf die beste Version von Real Madrid vor“, sagte Kompany. Also: „Es ist für mich das Wichtigste, dass wir den vollen Fokus haben auf das schwierigste Spiel, das du in Europa haben kannst. In meinem Kopf möchte ich einfach, dass wir gewinnen, dass die Mannschaft hier keine Angst hat und zeigt, was wir können.“ Kompany strahlte mit seinem gesamten Auftreten die pure Vorfreude aus. Der frühere Weltklasse-Verteidiger vermittelte den Eindruck, als würde er am liebsten mitspielen. Als er nach einem TV-Interview über den Rasen im Innenraum des Stadions lief und ihm ein Ball zwischen die Füße kam, konnte er es auch einfach nicht lassen und pendelte ihn im Vorbeigehen kurz hin und her.
Die Zeiten als Spieler sind für den Ex-Kapitän von Pep Guardiola bei Manchester City aber längst vorbei. Jetzt ist er Bayerns Anführer an der Seitenlinie und entwickelt seine Mannschaft immer mehr nach seinen Vorstellungen. In der Ligaphase hat die Bayern nach Siegen unter anderem bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain (2:1) und Klub-Weltmeister FC Chelsea (3:1) hinter dem FC Arsenal auf Platz zwei geführt.











