Fastnachtsfinale in Frankfurt

„Klaa Paris“: Dieser Umzug lockt über 100.000 Narren an


Aktualisiert am 17.02.2026 – 19:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Fastnachtsumzug Klaa Paris im Frankfurter Stadtteil Heddernheim: Er bildete den feierlichen Abschluss der Fastnachtszeit in Frankfurt. (Quelle: IMAGO/Florian Gaul/imago)

Der traditionsreiche Umzug „Klaa Paris“ zieht wieder durch Heddernheim. Mit dabei: 111 Zugnummern, Straßensperrungen und mehr als 100.000 Besucher.

Bevor an Aschermittwoch wieder alles vorbei ist, steht in Heddernheim der Höhepunkt der Frankfurter Fastnacht an. Am Dienstag zog der traditionsreiche Umzug „Klaa Paris“ durch den Stadtteil. Unter dem Motto „Klaa Paris es singt und lacht – Es bleibt die schönste Fassenacht“ begann der Zug am Dienstag (17. Februar) um 14.11 Uhr. Wie ein Polizeisprecher der Frankfurter Lokalredaktion von t-online sagte, verlief der Umzug friedlich und ohne größere Zwischenfälle.

Mit dabei waren 111 Zugnummern mit rund 1.500 Teilnehmern. Der Umzug gilt als ältester Fastnachtszug Hessens und lockt jedes Jahr weit mehr als 100.000 Besucher in den Frankfurter Norden. Zu Beginn des Fastnachtszugs war in Heddernheim der traditionelle „Kanonenschlag“ zu hören.

Damit alles reibungslos ablaufen konnte, wurden die Zufahrtsstraßen nach Heddernheim bereits ab 4 Uhr morgens für den Autoverkehr gesperrt. Die Sperrungen wurden nach dem Ende des Umzug schrittweise aufgehoben. „Die Dillenburger Straße wird erst im Laufe des Abends wieder für den Verkehr freigegeben“, hieß es von der Polizei.

Bei dem Umzug sollte – wie beim großen Fastnachtsumzug am Sonntag – auch eine Putin-Karikatur mitfahren. Der Wagenbauer Jacques Tilly ist deshalb mit einer Klage des russischen Regimes konfrontiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch andere politische Wagen waren bei dem Umzug zu sehen – so etwa eine Figur von Friedrich Merz mit einer Kritik an seiner Rentenpolitik.

Über politische Gräben hinweg feierten auch Vertreter der Frankfurter Lokalpolitik zusammen. So zeigten sich unter anderem der Frankfurter Linken-Chef Michael Müller mit dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Papke sowie Volt-Spitzenkandidatin Eileen O’Sullivan auf einem gemeinsamen Foto mit SPD- und Grünen-Kommunalpolitikern.

„Klaa Paris“ bedeutet „Klein-Paris“ und ist seit dem 19. Jahrhundert der Spitzname Heddernheims. Er spielt auf die Lebensfreude der Bewohner an. Die Fastnachtstradition reicht bis ins Jahr 1839 zurück. Damals fand zur Einweihung der „Gemaa-Bumb“, der Gemeinde-Pumpe, der erste Umzug statt. Eine Nachbildung der Pumpe fährt bis heute an der Spitze des Zuges mit.

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