„Denkt man, der Zuschauer sei senil?“
ARD-Zuschauer lästern über ESC-Vorentscheid
01.03.2026 – 11:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Samstagabend wurde in der ARD über den deutschen ESC-Beitrag entschieden. Der Weg dorthin gestaltete sich für die Zuschauer jedoch beschwerlich.
Drei Stunden lang dauerte der ESC-Vorentscheid mit dem Titel „Eurovision Song Contest 2026 – Das Deutsche Finale“ am Samstagabend. Neun Acts trugen ihre Songs vor, letztlich wurde Sarah Engels zur Siegerin gekürt. Damit wird sie Deutschland am 16. Mai in Wien vertreten. Moderiert wurde das Ganze von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger.
Über die Quote konnte sich bei der ARD wohl niemand beschweren. 3,65 Millionen Menschen schalteten lauf „agf.de“ ein, um den ESC-Vorentscheid zu sehen. Das sind mehr als im Vorjahr, als sich Stefan Raab dem Thema angenommen hatte. Damit erreichte die ARD einen Marktanteil von 18,1 Prozent. Trotz des Quotenerfolgs hatten die Zuschauer aber einiges zu meckern.
Auf X wurde vor allem die Dauer kritisiert. „Dieser Vorentscheid ist so lang wie eine Reise zum Mond – zu Fuß“, schrieb ein Zuschauer. Ein anderer fragte sich: „Warum dauert dieser Vorentscheid (9 Songs) genauso lang wie der echte ESC (24 bis 26 Songs)??“
Insbesondere die Entscheidung der Jury kostete viel Zeit. „Wie lang will man den Vorentscheid in die Länge ziehen? ARD: JA!!!“, beschwerte sich ein ESC-Fan. „Kloppt sich die Jury im Backstage, oder wieso dauert das so elendig lang?“ und „Als ob die Jury so lang zum Abstimmen braucht“, zeigten sich andere genervt.
Überbrückt wurde die Zeit mit jeder Menge Schnelldurchläufe. Auch das stieß den Zuschauern übel auf. Auf X reagieren einige mit einer Portion Ironie und schrieben: „Könnten wir bitte nochmal den Song hören?“ und „Nochmal ein Schnelldurchlauf der drei Superfinal-Acts. Weil der geneigte Zuschauer zu blöd ist, sich drei Songs zu merken.“ Ein weiterer fragte: „Warum muss man sich die drei Beiträge nochmal anschauen? Denkt man, der Zuschauer sei senil?“
Selbst wahre Liebhaber des Wettbewerbs blieben kritisch. „Ich bin wirklich ESC-Fan, aber warum muss man den Vorentscheid auf drei Stunden aufblasen und jetzt nochmal alle singen lassen? Eine Stunde Vorstellung und Gesang, 30 Minuten Voting. Dann nochmal den Siegersong. Das hätte vollkommen gereicht“, ist ein Zuschauer überzeugt.
