Nach Topspiel in Dortmund

Bayern-Fans mit schweren Anschuldigungen gegen Polizei


02.03.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Fans des FC Bayern bei einem Auswärtsspiel in Dortmund (Archivbild): (Quelle: Imago/Heiko Blatterspiel)

Rund um das Spiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern geraten die Fans der Münchner mit der Polizei aneinander. Anschließend erheben die Anhänger schwere Anschuldigungen.

Die aktive Fanszene des FC Bayern hat nach dem 3:2-Auswärtssieg gegen Borussia Dortmund schwere Vorwürfe gegen die Dortmunder Polizei erhoben. In einer gemeinsamen Stellungnahme auf Instagram sprachen die Gruppen Schickeria, Colegio Sao Sebastiao sowie die Fanvereinigung Club Nr. 12 von „schweren gewalttätigen Übergriffen“. Auslöser seien Drängeleien und ein „einzelnes Handgemenge mit einem Ordner“ am Einlass des Signal Iduna Parks gewesen.

In der Folge sei die Polizei „unmittelbar und willkürlich gegen umstehende Fans“ vorgegangen. Zunächst habe sich die Situation beruhigt, dann sei sie – ausgelöst durch die Beamten – erneut eskaliert. Diese seien unter dem Vorwand, weitere Personalien feststellen zu wollen, „zum wiederholten Male unnötigerweise und mit breiter Front gegen im Umlauf wartende, unbeteiligte Fans“ vorgegangen und hätten dabei „willkürlich Schlagstöcke und Reizgas eingesetzt“.

Durch den Angriff seien „dutzende Fans“ verletzt worden, hieß es in dem Statement weiter. Neben Knochenbrüchen und Gesichtsverletzungen seien vor allem Reizungen der Augen und Atemwege attestiert worden. Nachdem es während des Spiels ruhig geblieben war, sei kurz vor dem Abpfiff schließlich „eine komplette Gewalteskalation der Polizei“ erfolgt, „die zu weiteren Verletzten und notwendigen Aufenthalten im Krankenhaus führte“.

Laut den Fans des FC Bayern hätten die Polizeibeamten Verletzungen „ohne Not bewusst in Kauf genommen“. In der Quantität wie Intensität habe das „Maß an Polizeigewalt“ in Dortmund vergleichbare Übergriffe übertroffen. Der Großteil der eingesetzten Beamten habe auch „deutlich optisch wie verbal ihren Gefallen an dem Angriff auf die Fans erkennen“ lassen, so die Anschuldigung.

Gänzlich anders stellte hingegen die Dortmunder Polizei die Vorfälle dar. Demnach ging die Gewalt von den Münchner Anhängern aus. Diese hätten zunächst versucht, eine Einlasskontrolle zu durchbrechen und dabei mehrere Mitarbeiter des Ordnungsdienstes angegriffen. Deshalb seien die Beamten eingeschritten. Während der Feststellung der Personalien hätten weitere Gästefans die Polizisten attackiert, woraufhin diese zu Pfefferspray und Schlagstock griffen.

Kurz vor Abpfiff hätten Beamte dann einen Fan wiedererkannt, der an dem Angriff auf die Polizei beteiligt gewesen sein soll. Während der Aufnahme der Personalien sei es erneut zu Attacken gegen die Beamten und in der Folge zum wiederholten Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock gekommen. Videos aus dem Netz zeigen zudem, wie Fans – offenbar kurz vor Ende des Spiels – ein Tor aufbrachen, um ohne Tickets ins Stadion zu kommen. Daraufhin schritt die Polizei ein.

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