1. FC Köln
Fan-Drama verursacht stilles Stadion – Kritik an Kwasniok für Reaktion
Aktualisiert am 22.02.2026 – 12:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Abseits des 2:2 zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim ereignet sich im Rhein-Energie-Stadion ein medizinischer Notfall in der Fankurve. Anhänger und Spieler zeigen Anteilnahme.
Viele Zuschauer und Fans im Rhein-Energie-Stadion wunderten sich am Samstag, als die aktive Fanszene des 1. FC Köln nach nur wenigen Spielminuten gegen die TSG Hoffenheim den Support in der Südkurve einstellte. Eine gespenstische Stimmung zog über Müngersdorf auf, bald wurden die Gründe klar.
Der FC sprach zunächst von einem „Reanimierungsfall“. Später bestätigten die Geißböcke, dass der Mann per Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht worden sei. Man könne über seinen genauen Gesundheitszustand keine Aussage treffen, da ab dem Moment des Abtransports und dem Verlassen des Stadiongeländes keine Informationen mehr mit dem Verein als Veranstalter geteilt werden.
Auch am Sonntagvormittag gab es auf Nachfrage beim FC noch keine weiteren Informationen zum Gesundheitszustand des Fans. Die Fans allerdings hatten nach dem Geschehen die gesamten 90 Minuten den Support unterlassen. Normalerweise nehmen die Anhänger die Unterstützung wieder auf, sobald ein Notarzteinsatz abgeschlossen ist.
Die Spieler erfuhren erst im Laufe des Spiels von den Umständen abseits des Platzes. „Nach 20 Minuten oder so habe ich den Co-Trainer gefragt, was los ist“, berichtete FC-Mittelfeldspieler Tom Krauß hinterher. „Dann kriegst du es auch mit. Wir wollten dann auch für den Fan spielen und haben den Punkt für ihn gewonnen.“
FC-Trainer Lukas Kwasniok hingegen überraschte mit einer indirekten Kritik an den FC-Fans für den fehlenden Support. „Das ist ein schwieriges Thema. Es gibt Argumente dafür, es gibt Argumente dagegen“, sagte der 44-Jährige zum Schweigen der Fankurve. „Wir haben Verständnis für viele, viele Themen außerhalb des Fußballs. Für uns ist es schade, weil das Heimspiel in dem Moment nicht mehr so einen Vorteil darstellt, wie es mit dem Support der Südkurve der Fall ist. Es ist traurig.“ Für diese Aussage erntete Kwasniok auf Social Media von zahlreichen FC-Fans Kritik.









