„Solange sie schweigt“
Familienmitglied kritisiert Königin Letizia
13.02.2026 – 15:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Sein Bruder hatte in die Familie eingeheiratet: Jetzt äußerte sich Álvaro de Marichalar kritisch über die spanischen Royals und griff Königin Letizia verbal an.
Einst war Álvaro de Marichalar über seinen Bruder Jaime mit dem spanischen Königshaus verbunden. Jaime war mit Prinzessin Elena verheiratet, der Schwester des heutigen Königs Felipe VI. In der TV-Show „Y ahora Sonsoles“ kritisierte er die Königsfamilie, wie die spanische Tageszeitung „20minutos“ berichtet.
Der Adelige behauptete in der Sendung, Königin Letizia dürfe keine eigene Meinung äußern und „sollte nicht sprechen“. Auch Altkönig Juan Carlos I. griff er frontal an und warf ihm vor, mit seinen Memoiren „seine Größe verloren“ zu haben.
Die Moderatorin der Sendung, die als enge Studienfreundin von Königin Letizia gilt, reagierte empört auf die Äußerungen. „Das ist inakzeptabel. Du willst, dass die Königin niemals den Mund aufmacht, und das wird nicht passieren“, entgegnete sie dem Gast. Sichtlich fassungslos fragte sie: „Wo glaubst Du eigentlich, dass Du sitzt?“
In Bezug auf seinen Bruder erklärte de Marichalar: „Ein Schwager des Königs oder ein Schwiegersohn des Königs darf niemals, zu keinem Zeitpunkt, zu niemandem etwas sagen. Mein Bruder hat nie etwas gesagt, seine Pflicht ist es, zu schweigen und loyal zu sein.“ Über Königin Letizia sagte er: „Solange sie schweigt, ist es in Ordnung, aber wenn sie spricht, geht sie viel zu weit, denn sie sollte nicht sprechen. Die Verfassung sieht diese Rolle nicht vor.“
Es ist nicht das erste Mal, dass de Marichalar gegen das Königshaus austeilt. Bereits im Januar bezeichnete er König Felipe VI. als „Geisel der spanischen Regierung“ und stellte dessen Entscheidungen infrage.
In einer parlamentarisch-konstitutionellen Monarchie wie Spanien wird von den Royals tatsächlich politische Neutralität erwartet. So geht das Königspaar beispielsweise nicht wählen. Inwieweit sich die Königsfamilie zu gesellschaftlichen Themen äußern darf, liegt jedoch in ihrem eigenen Ermessen und ist Teil der Modernisierungsdebatte um die Monarchie.










