Wenn Sie sich beim Aus- und Einbauen des Hinterrads unsicher sind und/oder ein Fahrrad mit Nabenschaltung besitzen, lassen Sie sich das Vorgehen beim ersten Mal von einem Fachmann erklären.
2. Schritt: Mantel von der Felge lösen
Drücken Sie zunächst den Radmantel mit beiden Händen etwas zusammen. Nun nehmen Sie einen der beiden Reifenheber zur Hand und schieben ihn von oben zwischen den Mantel und die Felge. Durch eine Hebelbewegung ziehen Sie den Mantel über die Felge. Den zweiten Reifenheber setzen Sie etwa zehn Zentimeter vom ersten entfernt an und hebeln auch dort den Mantel über die Felge. Fahren Sie damit fort, bis Sie auch das letzte Stück des Mantels mit den Händen über die Felge ziehen können. Falls Sie einen Schraubendreher benutzen, sollte es sich am besten um einen recht breiten und nicht spitzen Schlitzschraubendreher handeln, damit Sie den Schlauch nicht beschädigen.
Nachdem Sie Ventil und Fixierring entfernt haben, können Sie den Schlauch aus dem Mantel und vom Felgenbett nehmen. Untersuchen Sie die Innenseite des Mantels, um eventuell stecken gebliebene Gegenstände ausfindig zu machen.
3. Schritt: Loch ausfindig machen
Um das Loch zu finden, bringen Sie das Ventil wieder an und pumpen den Schlauch mit einer Luftpumpe auf. An der beschädigten Stelle müsste nun ein leiser Pfeifton zu hören sein. Wenn sich die Beschädigung auf diese Weise nicht orten lässt, halten Sie den leicht aufgepumpten Schlauch in eine mit Wasser gefüllte Schüssel. Die beschädigte Stelle ist an aufsteigenden Luftbläschen zu erkennen.
Hat der Schlauch zwei Löcher am äußeren und am inneren Rand, sind Sie der Fahrrad-Zeitschrift „Mountainbike“ zufolge wahrscheinlich mit zu geringem Luftdruck durch ein Schlagloch oder gegen eine Kante gefahren. Wurde der Schlauch durch einen spitzen Gegenstand wie eine Scherbe oder einen Nagel beschädigt, entsteht in der Regel nur ein Loch. Drehen Sie den Schlauch so lange durch das Wasser, bis Sie wieder beim Ventil angekommen sind. Wenn keine Luftbläschen aufsteigen, kann auch das Ventil beschädigt sein.
Markieren Sie die Schadstelle mit einem Stift, damit Sie später sofort erkennen können, wo der Flicken angebracht werden muss.
4. Schritt: Loch verschließen
Rauen Sie die betroffene Stelle zuerst etwas auf. Ein kleines Stück Schleifpapier liegt in der Regel jedem Reifenreparaturset bei. Sie können aber auch zu handelsüblichem Schleifpapier greifen. Nehmen Sie nun die Vulkanisierfüssigkeit (Gummikleber) zur Hand, tragen Sie sie großflächig um das Loch herum auf und lassen Sie sie gemäß der Anleitung kurz antrocknen.
Wählen Sie einen Flicken in ausreichender Größe aus und ziehen die metallische Schutzfolie an der Unterseite ab. Drücken Sie den Flicken fest auf die mit Kleber bestrichene Stelle und halten Sie den Druck für etwa eine Minute. Sobald der Kleber getrocknet ist, können Sie die transparente Schutzfolie an der Oberseite des Flickens abziehen.










