Fahri Yardim

Jetzt meldet sich Christian Ulmens enger Freund zu Wort

23.03.2026 – 02:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Fahri Yardim (l.) und Christian Ulmen (Archivbild): Die beiden Schauspieler verbindet eine enge Freundschaft. (Quelle: Joyn/André Kowalski)

Nach Vorwürfen von Collien Fernandes gegen seinen engen Freund Christian Ulmen meldet sich Schauspieler Fahri Yardim. Er gibt zu, dass er überfordert ist.

Fahri Yardim hat sich zu Wort gemeldet. Mit einem langen Instagram-Post positioniert sich der in Berlin lebende Schauspieler und enge Freund von Christian Ulmen, mit dem er unter anderem gemeinsam die Serie „Jerks“ produzierte und spielte, erstmals öffentlich zu den Vorwürfen von Collien Fernandes.

Der Post beginnt mit dem Wort „so.“ und trägt den Zusatz „verspätet. unvollständig.“ – eine Selbsteinschätzung, die Yardim im weiteren Verlauf ausführlich begründet.

Fahri Yardim bewundert Collin Fernandes‘ Mut

Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Ulmen vor, über Jahre hinweg gefälschte pornografische Inhalte von ihr erstellt, verbreitet und unter ihrer Identität Kontakt zu Männern aufgenommen zu haben. Sie erstattet Anzeige in Spanien. Ulmen bestreitet die Vorwürfe über seinen Anwalt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Yardim schreibt, er sei „genauso geschockt wie viele andere“ und bewundere den Mut von Collien Fernandes. Er betont seine Solidarität: „Ich fühle mit ihr. Und ich bin dankbar dafür, wie sie ihre persönliche Geschichte in eine Kraft übersetzt, die echte strukturelle Veränderung möglich macht. Dafür hat sie meine volle Solidarität.“

Gleichzeitig legt er dar, warum er sich Zeit ließ: „Ich konnte nicht anders. Ich brauchte Zeit. Aus der besonderen Situation heraus, auf zwei Ebenen berührt zu sein.“ Diese zwei Ebenen – eine öffentliche und eine persönliche – stünden für ihn „nicht in Konkurrenz“, existierten jedoch gleichzeitig und ließen sich nicht ohne Weiteres in eine eindeutige Position übersetzen.

Dennoch räumt Yardim ein, dass sein Zögern Konsequenzen hat: „Mir ist bewusst, dass mein Zögern nicht neutral ist. Es hat Wirkung. Es beeinflusst, welche Deutungen Gewicht bekommen, welche Perspektiven sich verfestigen und welche Schutzräume gestärkt oder geschwächt werden. Auch wenn ich das nicht beabsichtige, bin ich Teil dieser Wirkung.“

Er verweist zudem auf strukturelle Muster: „Ich weiß auch, dass Zögern in solchen Konstellationen historisch und strukturell oft dazu beigetragen hat, dass Betroffene nicht geglaubt oder ihnen nicht ausreichend Schutz gewährt wurde.“

Am Ende zieht Yardim ein nüchternes Fazit seiner eigenen Haltung: „Ich sehe klarer, dass mein Zögern – und das Ausbleiben einer rechtzeitigen Position – selbst bereits eine Position ist. Mit realen Folgen.“ Er wolle sich diesen Folgen „nicht nur gedanklich, sondern auch praktisch“ stellen.

Yardim selbst kommentierte seinen Post kurz darauf und schrieb, der Text sei „verkopft“ und „auch Ausdruck meiner Überforderung“. Er fügte hinzu: „Eine erste Annäherung an die berechtigte Erwartung, sich zu bekennen. Ich meld mich wieder, wenn ich mein Herz wiedergefunden hab.“

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