Es klappt wirklich
Diese Straßenmarkierung rettet Menschenleben
Aktualisiert am 09.09.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Auf einer beliebten Motorradstrecke zeigen auffällige Fahrbahnmarkierungen deutliche Wirkung: Motorradfahrer schneiden weniger Kurven und fahren kontrollierter. Der Erfolg macht Schule.
Seit Mai 2023 testet der Kreis Düren (NRW) eine neue Fahrbahnmarkierung auf der unfallträchtigen Strecke zwischen Hürtgenwald und Nideggen. Weiße Kreise entlang der Mittellinie sollen verhindern, dass Motorradfahrer mit Kopf oder Oberkörper auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Erfolg ist so groß, dass das Projekt ausgeweitet wird.
Positive Effekte auf Fahrlinien und Tempo
Die RWTH Aachen begleitet den Test wissenschaftlich. Ihre Messungen bestätigen die Wirkung: Das Tempo der Motorradfahrer hat sich reduziert und die Zahl der Unfälle ist deutlich zurückgegangen. Schwerunfälle gab es gar nicht mehr.
Untersuchungen zur Fahrlinie zeigen, dass sich 85 Prozent der Fahrer nun im sicheren Bereich bewegen. Das sind doppelt so viele wie zuvor. Auch Tempoüberschreitungen in Kurven nahmen ab. Außerdem sank die Lärmbelastung entlang der Strecke.
Versuch wird ausgeweitet
Aufgrund dieser Erfolge wird der Versuch zunächst bis zum 31. Oktober 2027 verlängert. Außerdem wurde bereits im März offiziell beschlossen, die Markierungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus auf weiteren unfallträchtigen Motorradstrecken zu testen.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer will sogar dafür sorgen, diese Möglichkeit zur Markierung in die Straßenverkehrsordnung (StVO) aufzunehmen, damit sie bundesweit angewendet werden kann. „Von den positiven Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen sollen alle Länder profitieren“, sagt der Grünen-Politiker.
Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert bereits den bundesweiten Einsatz dieser Bodenmarkierungen an gefährlichen Kurven.