Nur 40 Minuten von Frankfurt
Diese Fachwerkstadt wirkt wie aus einem Märchen
24.02.2026 – 20:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehr als 200 Fachwerkhäuser, ein schiefer Blickfang und ein Turm mit düsterem Ruf: Idstein ist perfekt für einen schnellen Tapetenwechsel.
Nur rund 40 Minuten von Frankfurt entfernt liegt eine Stadt, die wirkt wie aus einem Bilderbuch gefallen. Kopfsteinpflaster, enge Gassen und mehr als 200 Fachwerkhäuser prägen Idstein im Taunus. Wer Lust auf einen schnellen, aber eindrucksvollen Ausflug hat, wird hier fündig.
Die Altstadt liegt auf einem Höhenrücken zwischen Wolfsbach und Wörsbach. Große Teile stehen unter Denkmalschutz. Idstein blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, daher sind die Häuser, von denen einige mehrere Hundert Jahre alt sind, gut erhalten geblieben.
Rund um den König-Adolf-Platz drängen sich besonders prächtige Bauten. Die Aussicht dominiert ganz klar das Rathaus von 1698, das spektakulär über einem Torbogen steht. Daneben zieht das „Schiefe Haus“ mit seiner blauen Fassade die Blicke auf sich. Und nur wenige Schritte weiter wartet das reich verzierte Killingerhaus von 1615, eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser Deutschlands.
Wer durch die Obergasse schlendert, entdeckt immer neue Details: geschnitzte Balken, bemalte Fassaden, kleine Innenhöfe. Kein Wunder, dass Idstein als beliebter Ort für Social-Media-Schnappschüsse gilt.
Über allem ragt der Hexenturm. Der 42 Meter hohe Bergfried ist das älteste Bauwerk der Stadt. Er stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Name ist allerdings leicht irreführend, denn: Es gibt bislang noch keine Belege dafür, dass während der Hexenverfolgung verfolgte Frauen hier eingesperrt wurden.
Wer die 165 Stufen auf sich nimmt, den erwartet oben angekommen eine lohnende Aussicht: Über die roten Dächer der Altstadt hinweg reicht die Sicht bis in den Taunus und in den Goldenen Grund – eine Talsenke, in der die Farben der Felder oder des Herbstlaubs förmlich strahlen.
Direkt daneben liegt das Residenzschloss. Die Fundamente gehen auf eine mittelalterliche Burgfestung zurück; im 17. Jahrhundert wurde die ganze Anlage im Renaissance-Stil umgebaut. Das Gebäude steht recht eindrucksvoll auf einem Felsmassiv zwischen den beiden Stadtbächen. Heute ist hier ein Gymnasium untergebracht, Führungen sind möglich.
Von außen eher schlicht, innen überraschend prunkvoll: Die Unionskirche geht auf das 13. Jahrhundert zurück, das heutige Gebäude stammt allerdings aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Ihre Decke ist mit großformatigen Ölgemälden geschmückt – ungewöhnlich für eine evangelische Kirche.
