Trotz Ölpreisschock
EZB trifft Entscheidung beim Leitzins
Aktualisiert am 19.03.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Leitzins im Euroraum bleibt unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins zum sechsten Mal in Folge.
Die Europäische Zentralbank tastet den Leitzins auch nach Ausbruch des Nahostkrieges
und dem damit einhergehenden Ölpreisschock nicht an. Der EZB-Rat um Präsidentin Christine Lagarde beließ den Einlagensatz am Donnerstag bei 2,0 Prozent.
Über ihn steuert die EZB maßgeblich ihre Geldpolitik. Es ist bereits die sechste Zinspause in Serie. Angesichts gesunkener Inflationsgefahr hatte die Zentralbank den Schlüsselsatz von Mitte 2024 bis Mitte 2025 von vier auf zwei Prozent halbiert.
Obwohl die Teuerungsrate zuletzt noch knapp unter der Zielmarke der EZB lag, sind die Notenbanker auf der Hut: „Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert“, teilten die Währungshüter mit. Dabei lege man sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.
Der Ende Februar ausgebrochene Irankrieg hat die Energiekosten in die Höhe getrieben und die Angst vor einer neuen Inflationswelle geschürt. Die EZB-Chefin Lagarde machte bereits klar, dass man alles Nötige tun werde, um die Teuerung im Zaum zu halten. Auch Bundesbankchef Joachim Nagel betonte jüngst, dass die EZB keine neue Inflationswelle zulassen werde.
