In dem Interview sprach er zudem über seine gesundheitlichen Sorgen. 2023 hatte er sich einer Operation unterzogen, bei der ihm eine neue Herzklappe eingesetzt wurde. Seine Frau sei ihm in der Zeit eine große Stütze gewesen und habe ihn „im Grunde gelotst durch alle Sachen“. Doch sie würden einander helfen, „so gut wir können, unser Leben zu leben“.
Auch Michelle Müntefering selbst sagte bei „Bild am Sonntag“: „Franz und mich verbindet viel. In wichtigen Situationen bin ich bei ihm, das ist selbstverständlich und hat dann auch Priorität. Wir reden zu Hause auch nicht ständig über Politik. Wenngleich es schön ist, zu wissen, dass er mich versteht.“
Franz Müntefering zog sich nach vielen Jahren aus der aktiven Politik zurück. Bis 2021 stand er noch an der Spitze der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, kurz BAGSO. Heute tritt er nur noch gelegentlich öffentlich auf, ist am 16. März etwa Gast in der ARD-Polittalkshow „maischberger“ zum Thema „Kriege im Iran und der Ukraine“.
Michelle Müntefering hingegen, die seit 1999 Mitglied der SPD ist, blieb der Politik zunächst treu. Von 2013 bis 2025 saß sie für die SPD im Deutschen Bundestag und war zudem Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Seit Juli 2025 arbeitet sie jedoch in der Medienbranche und ist Geschäftsführerin der Produktionsallianz für Film, Fernsehen und audiovisuelle Medien. Dafür zogen sie und ihr Mann aus dem nordrhein-westfälischen Herne nach Berlin.
Gemeinsame Kinder hat das Paar nicht. Aus seiner ersten Ehe mit Renate, der er 1961 das Jawort gegeben hatte, hat Franz Müntefering zwei längst erwachsene Töchter: Beatrix und Mirjam. Nach 33 Ehejahren ließ sich der Politiker in den Neunzigerjahren von seiner ersten Frau scheiden und heiratete 1995 seine zweite Frau Ankepetra. 2009 folgte dann seine dritte Hochzeit.










